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Die östreichische Monarchie.
der täglich steigenden Konsumtion beider Getränke — namentlich hat das Bier denWein überall zu verdrängen begonnen — eine Wiederbelebung derselben zu erwarben.Die letzten Erhebungen über die Bier- und Branntweinerzeugung datiren aus denJahren 1847 und 1848. Der Werth des erzeugten Bieres belief sich in diesenJahren auf 20,930000 und 22,427000 Gulden, die Bierverzehrungssteuer betrugüber fünf Millionen. Über den fortwährend steigenden Import des Bairischen Biersfehlen alle Angaben.
Man zählte an Brauereien und Brennereien in den einzelnen Kronlä'ndern:
Brauereien:
Menge der er»zeugten Eimer:
Brennereien:
Menge der er-zeugten Eimer;
Niederöstreich ....
j1847
144
1,325796
1,283677
8649
33263
-1848
143
6573
50721
Oberöstreich.
,1847
374
840168
3487
13495
-1848
371
754100
4199
15507
j1847
150
252444
3373
13401
» V l V 4 441 B4 4 ^ * » » » O
-1848
150
228019
3203
15532
Kärnten.
,1847
290
114894
505
32531
,1848
277
114889
195
20092
Krain .
j1847
29
31537
1120
4579
,1848
29
34168
1270
4825
Küstenland.
l1847
8
2442
1361
6555
-1848
7
2492
1266
7840
Tirol.
(1847
124
125538
?
43947
,1848
111
97350
?
26675
Böhmen.
,1847
1042
2,652438
685
263859
-1848
1045
3,318147
674
265845
Mähren u. Schlesien
,1847
407
754403
644
196636
,1848
410
844920
615
222453
Galizien.
i1847
384
651490
913
854137
,1848
390
792216
972
961080
Summa .
i1847
2952
6,751210
20537
1,462403
,1848
2953
7,469978
18967
1,590370.
Im Verhältnisse zu der Bierconsumtion in Baiern und. England, wo l'/r und1^/,o Eimer aus die Person entfallen, ist der Biergenuß in Östreich eingeschränkt zunennen. Kommen auch einzelne Bezirke vor, wo eine nahekommende Vertheilungstattfindet, z. B. im egerer Kreise (l'/i Eimer auf die Person), so ist doch imDurchschnitt überall nur ein Bruchtheil eines Eimers dem Einzelnen zum Genusseangewiesen. Indessen hat die Bierconsumtion gegen das Jahr 1846 in erstaunlichemMaße in den folgenden Jahren abgenommen. Desto trauriger ist es, überall, mitAusnahme von Kärnten, die Zunahme der Branntweinconsumtion zu bemerken.
Überblickt man die Resultate der hier gelieferten landwirthschaftlichen Zustande,so kann man eine unbedingt günstige Meinung von ihrer Entwickelung nicht schöpfen.Es kommt hinzu, daß die durchlebten politischen Wirren, wie sie eine'rasche Zu-nahme der Bevölkerung hinderten, so auch die stetige Verbesserung d-er Landwirth-schaft nicht zuließen. Aber auch, wenn man von diesen abnormen Verhältnissen ab-sieht, bleiben noch zahlreiche Übelstände zurück. Besonders in den östlichen Provin-zen besitzt die Viehzucht das entschiedenste Übergewicht über den eigentlichen Acker-bau. Dasselbe wird nicht etwa durch die natürliche Bodenbeschaffenheir bedingt,sondern hat seinen Ursprung in der frühern unfreien Stellung des Bauernstandes,welche ihn seinen Grund und Boden mit Gleichgültigkeit zu betrachten gewöhnte, zurTrägheit führte und die bequeme Beschäftigung als Hirte jeder andern vorziehen ließ.Wie sehr die Trägheit eine Rolle bei der Vorliebe für die Viehzucht spielt, beweist,daß auch die Hebung der Viehzucht durch keine Arbeit versucht wird, daß z. B. in