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Die östreichische Monarchie.
tcn Kohlenreviers mit großen Kosten Holz aus weiter Ferne zur Speisung des Hoh-ofens herbeigeführt wird, während an einem dritten Orte eine solche Einrichtungbesteht, daß beinahe die Hälfte des Jahres der Betrieb feiert, weil es an Brenn-material oder an Eisenstein gebricht.
Ein einziges Beispiel mag zur Erkenntniß der alten östreichischen Eisenindustrieausführlicher erwähnt werden: die Geschichte des sogenannten Manz'schcn Werkcom-plexes in der Bukowina. Bald nach der Besetzung des Landes (1779) unternahm, eine k. k. montanistische Schürfungscvmmission Schürfungen auf Rotheisenstein in derI Waldlichtung von Jakubeni; fünf Jahre später bildete sich eine Gewerkschaft, der diehöchsten Würdenträger der Provinz angehörten, um die Werke von Jakubeni inBetrieb zu setzen. Streit unter den Aktionären, die technische Unwissenheit, welchedie vorhandenen Schwierigkeiten, statt zu heben, steigerte, die getäuschte Hoffnungauf den rascken Gewinn großer Schätze führten aber nach wenigen Jahren die Auf-lösung der Gesellschaft herbei, obschvn die Regierung derselben kräftig unter die Armegriff, den unentgeltlichen Holzschlag erlaubte, und seit 1789 dem Werke ein Terrainvon 724^ Joch Wald, 54 Joch Wiesen, 246 Joch Hutweide einräumte, sowie dieSchankgerechtigkeit, Jagd und Fischerei gegen einen nominelle» Pachtzins an die Asso-ciation abgab. Für 24000 Gulden kaufte nun 1796 ein gewisser Anton Manz dieRechte der Gewerkschaft an sich. Er ging wie seine Vorgänger von dem Grundsätzeaus, auf natürlichem Wege sei der dauernde Bestand des jakubenicr Werks nicht zuerreichen, wofür die Armuth des gefundenen Erzes, der Mangel an Absatzwegen, derhohe Preis der Lcbensmittel in der unbebauten Gegend zu sprechen schienen, und wollte^ von neuen Zugeständnissen und Geschenken der Regierung leben. Sie wurden ihm1807 i» einem großartigen Maße-zuthcil. Alle rückständigen Zahlungen wurdennachgesehen, ausgedehnte Wiesen und Weiden und das ganze grasreiche Gebirgevon Suchard dem Werke eingeräumt, für den Holzschlag eine unbedeutende Geld-summe stipulirt. Und auch diese letztere Verpflichtung wurde über 20 Jahre langumgangen, dank der unklaren Fassung der-Regierungsbewilligungen, welche Manzals das Recht zur unentgeltliche» und unbeschränkten Holzung auslegte. Die Re-gierung hörte auch jetzt noch mit ihren Opfern und Begünstigungen nicht auf. Siehob für das von Manz in Siebenbürgen gefällte Holz den Zwischcnzvll auf, übergabihm 1812 nicht weniger als 14 Dörfer mit allen obrigkeitlichen Rechten für 15Jahre gegen einen Kaufschilling von 6975 Gulden Papiergeld, gestattete eine jähr-liche Fällung von 14000 Klaftern Holz in den StaatSfvrsten zu einem lächerlichgeringen Preise, und schenkte beinahe dem Werkbcsttzer das Kupferbergwerk von Poscho-rita, welches unter der unmittelbaren Regie des Staats so schlecht ausgebeutet wurde,daß die Erstehung des Erzes seinen Verkaufspreis um mehr als 50 Gulden proEcntncr übertraf. Dieses System stetiger Protektion währte bis in das Jahr 1838.Seit dieser Zeit bleibt der Besitzer Vincenz Manz auf seine privaten Kräfte beschränkt,und merkwürdig genug, der Betrieb des Werks sank nicht, die Arbeit mußte nicht cinge.stellt werden, die erlittene Einbuße führte nicht zum Verderben. Im Gegentheil!Gleichwie das Kupferwerk von Poschorita, seitdem es in Privathände überging, einenttnincr größer» Aufschwung nahm, sodaß es gegenwärtig über 2000 Cenkncr jährlichuiit hohem Gewinn producirt, hak sich die Roheisenerzeugung in Jakubeni im Laufe desletzten Jahrzehnds von 15000 auf 25000 Centner gehoben, und der Betrag würdeNoch beträchtlicher ausfallen, wenn nicht die schlechten Wege und die Entfernung^Njelner Gruben (die wichtigsten liegen außerhalb der Landksgrenze) ein zahlreiches,kostspieliges Fuhrwesen (200 Stück Zugvieh) bedingten und nicht aus der guten.beet xjne unmäßige Verschwendung des Brennstoffs beliebt wäre. Der Vcr-sechs wichtigsten Eisenwerke in der Bukowina beträgt 642072 Kubikfuß, woraus sich der keineswegs für ein entwickelte« technisches VerfahrenVerbrauch von 32 Kubikfuß auf einen Centner Erz ergibt. Jedenfallssogenannte Manz'sche Wcrkscomplex, mit Jakubeni als Mittelpunkt, diemontanistische Anlage der Bukowina, und es darf derselbe einer großen Zu-
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