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Die östreichische Monarchie.
kunft, zumal wenn die Verkehrsbeziehungen mit der Moldau geregelt wurden, ent»gegensehen. Er zählte 1853 sechs Cvlonien mit 5 Kirchen, 6 Schule», 2 Apo-theken, 56 Werksgebäuden, 785 Wohnhäusern und einer Bevölkerung von 4477Seelen. Die Zahl der Bergleute in Zakubeni belief sich auf 80, die Gewinnungbetrug 116000 Ccntner, wonach aus einen Arbeiter 1666 Centner entfallen. DreiHochöfen, vier Naffinirwcrkc waren im Gange.
Die mährischen Eisenerzlager, selten von großer Wichtigkeit und StrcichungS-ausdchnung, bieten für die Ausbeute keine großen Vortheile. Sie zwingen die Hoh-öfcnbcsitzer möglichst viele Gruben zu erwerben und in Betrieb zu erhalten, um sichvor dem oft plötzlich eintretenden Erzmangcl zu sichern, wodurch die Entfernung derGruben von den Schmelzhütten vergrößert und die Anwendung von Maschinen beider Förderung des Erzes erschwert wird. Der Eisengehalt der Erze ist nicht mächtig(ungefähr 30 Vo) genug, die Production des einzelnen Arbeiters viel geringer als inder Bukowina. Der Erzgewinn beträgt im Allgemeinen 1,150000 Ccntner (auf denArbeiter entfallen 911 Ccntner), die Eisenerzeugung (1851) 408372 Centner imGeldwerthe von 1,717184 Gulden. An Brennstoff wurden 7,877800 KubikfußHolzkohlen, 468326 Kubikfuß Coaks und 564990 Centner Steinkohlen bcnöthigt.Das große Quantum Holzkohlen könnte nicht bcigeschafft werden, wenn nicht diemeisten Eigenthümer von Eisenwerken gleichzeitig einen ausgedehnten Grundbesitz inne-hätten und über 176000 Joch Wald verfügten. Aber auch bei diesem günstigenZusammentreffen ist an eine Fortdauer des gegenwärtig herrschenden Systems nichtzu denken. Der Kubikfuß Holzkohle kommt auf 6^/z Kreuzer im Durchschnitt,die Kubikklaster auf 9 Gulden zu stehen, ein Preis, welcher die Rentabilität derEisenproduction wesentlich beeinträchtigt und zur Benutzung der Steinkohle noth-wendig führen muß, zumal die mährische Kohle vortreffliche Coaks gibt und dieConcurrenz des oberschlesischen Steinkohlencisens auf den östreichischen Märkten nurauf die Weise beseitigt werden kann, daß man ein gleich wohlfeiles Product liefert.Der Anfang ist bereits geschehen und in den Hohöfen von Witkowitz und Skcfanaudie Kohlenfeuerung eingeführt worden. Wäre der Bezug der Kohle sichergestellt, derKohlenbergbau nicht den zahlreichen, oben erörterten Hindernissen ausgesetzt, so würdeauch die Benutzung der Steinkohle zur Darstellung des Eisens eine raschere Herrschaftgewinnen. Noch aber sind die Stcinkohlenprcise zu hoch, ihre Verführung nicht be-quem und unsicher. Vor 40 Jahren noch sperrte sich die Trägheit so sehr gegen dieAnwendung der Steinkohle als Brennstoff, daß ein besonderer Regierungserlaß dieHolzhcizung der Zicgclöfe» bei Brünn verbieten mußte, und gegenwärtig ist jeneeine Lebensfrage für die brünner Industrie geworden.
Verwandte Verhältnisse treten uns in Böhmen entgegen. Die Eisenproductionhat hier in den letzten Jahren eine gewisse Stabilität erlangt. Das Mehr der Pro'duction im Präger Handelsbczirk betrug im Jahre 1852 gegen das Jahr 1851 nur11974 Centner, in diesem Jahre nämlich 254414, im folgenden 266388 Centner!im reichenbergcr Bezirk behielt die Eisenindustrie seit 1850 ungefähr die gleiche Höh*von 13000 Centnern; im pilsener Bezirke wurde» im Jahre 1850: 117900,Jahre 1851: 148584 Ccntner Roh- und Gußeisen gewonnen; im budweiser Bezst'blieb die Prvductivn im Jahre 1852 gegen die frühern Jahre zurück; im cgcrer Kreistbelief sich dieselbe in beiden Jahren aus die gleiche Summe von ungefähr 10000"Ccntner. ^Mit dem steigenden Bedarfe hat demnach die böhmische Production ke>'neswegs Dchritt gehalten. Trotz der Valutadiffercnz und des hohen Eingangszollewurde schottisches Roheisen und selbst Stabeisen in großer Menge eingeführt. Dadie Eisenpreisc nicht zurückgingen, im Gegentheil eine Tendenz zum Steigen offen'harten, so blieben die Eisenproducenten mit der Sachlage vollkommen einverstanden/desto weniger aber die Industriellen, welchen das Eisen in ihren Arbeitszweigcn aRohstoff erscheint, und die mit großen Kosten die geringe EntwiSclungskraftheimischen Eisenproduction bezahlen müssen. Nichts bezeichnet besser den Zustand ^Eisengewerbe als folgende verbürgte Thatsache. Die prager Commun bedurfte