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Die östreichische Monarchie.
landwirthschaftlichen Werthe, welche sie schafft, und die Besteuerung von 2 Guldenfür den Centncr hebt die Vortheile, welche sie bei der Herrschaft geregelter Verhält-nisse über die Colonialzuckcrraffinericn hat — der aus der Valuta gezogene Nutzenist nur vorübergehender Natur — beinahe wieder ans. Zudem hat die Rübenzucker-fabrikation noch lange nicht den Colonialzuckcr vom Markte verdrängt. 250000Centncr Rohzucker werden im Jnlande aus Rüben producirt, 750000 Centncr Roh-zuckcr werden aus dem Auslande bezogen. Bei besserer Bodencultur kann aber derUmfang der einheimischen Nohproduction »och ansehnlich zunehmen. Dann werdenneue Maßregeln von der Regierung verlangt werden, welche bei der gleichmäßigenWichtigkeit und Uncntbchrlichkeit beider Industriezweige denselben niemals ihre Auf-merksamkeit entziehen, ein stetiges Gleichgewicht zwischen denselben herzustellen nichtvergessen darf.
Wir schließen die Übersicht der östreichischen Industrie mit der Anführung ein-zelner localcr Productionen, deren Verbrauch über weitere oder entlegenere Kreisesich ausdehnt. Hierher gehört zuvörderst die Fabrikation der dcbrccziner Pfcifcnköpsc,welche meist aus dem arader Comitake und aus Nimaszombat bezogen und jährlichim Belaufe von etwa zwei Millionen Stück in den Handel gesetzt werden. Fernergehören hierher: die übrigens stark gesunkene Verfertigung debrccziner Seife (gegen-wärtig kaum 5000 Centncr im Jahre); die Feßmanufactur in Strackonitz in Böhmen,deren Erzeugnisse ausschließlich nach den Orient gesandt werden und die über zweiMillionen Gulden im Jahre umseht; die ehemals schwunghafte Meerschaumfabrika-tion in Wien, seit der allgemeinen Gewohnheit des Cigarrcnrauchens nur einSchatte» früherer Größe; die sogenannte Zarch- und Brettlholzcrzeugung im süd-lichen Waldböhincn, eine wenig bekannte, aber täglich wichtigere Industrie. UnterZarchcn werden die Sicbränder, unter Brcttlholz das Nesonanzholz verstanden, beideaus gesundem, astloscm Fichtenholz durch Ausspaltung und Abhoblung gefertigt, undtheils nach Wien, theils nach Hamburg verführt. Auch die Fabrikation von Zünd-hölzern, die ausländische an Wohlfeilhcit und Güte weit überragend, arbeitet wesent-lich für den Export und würde ohne die Hemmnisse großer Zölle und schwerer Frachtenzum Vortheile holzrcicher, aber gcwerbsarmcr Gegenden noch mächtiger sich entfalten-
Der Werth der Jndustricerzcugnisse vertheilt sich auf die einzelnen Provinzen (Un-garn ausgenommen, worüber nur ungenaue Berechnungen vorhanden sind) wie folgt^
Unteröstreich ' ' ü '
'das übrige Land
Oberöstrcich '.
Stciermark.
Kärutcn und Kram.
Küstenland.
Tirol.
Böhmen .
Mähren und Schlesien . . .
Galizien.
Dalmatien.
Lombardei.
Venedig.
Fabriken :
45,840000
55,047000
21,440000
15,404000
15,5470008,05500018,000000110,54400062,50200058,5010001,47700080,54600047,641000
Kleingewerbe :
15,075000
10,082000
10,414000
7,015000
7,481000
5,514000
7,014000
51,556000
16,454000
15,516000
2,047000
55,618000
25,752000
Zusammen:
60,915000
46,925000
51,854000
25,517000
25,028000
11,947000
25,014000
141,680000
79,026000
52,020000
5,524000
122,964000
73,595000^
Summa
510,715000
184,806000
695,61100».
An dem durch Fabrikarbcit erzeugten Ecldwerthc haben die
einzelnen Industrie
zweige folgenden Antheil:
Fabrikate aus Erde und
Stein ....
. 25,857000 Gulden,
Glas- und Spicgelwaarcn.
. 15,800000
Eisen- und Eisenwaaren
. 28,188000
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