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Die östreichische Monarchie,die andern Metalle und Metallwaaren 21,444000 Gulden,
Schiffbau und Schnitzwaaren. 1,501000
Papier . 7,206000
Baumwollwaarcn. 45,820000
Flachs- und Hanfproducte. 57,460000
Seide und Seidenwaaren . .. 57,580000
Tuch- und Schafwollwaaren. 65,740000
Leder. 44,050000
andere veredelte Thierproducte. 56,500000
chemische Producte . 42,071000
Bier Und Branntwein. 44,500000
Zucker-erzeugung . . . .. 14,078000
mechanische Erzeugnisse. 7,140000
Die viel geringere Summe, welche das Kleingewerbe und Handwerk zum Na-tionalrcichthum beirragt, drückt noch lange nicht genug deutlich den verfallenen Standdesselben aus. Das Zunftwesen schleicht wie ein Gespenst durch das Land, nichtsjchaffend, überall nur störend. Eine neue Gewerbeordnung hat dasselbe noch nichtvom Dasein abgelöst, und es ist formell noch berechtigt, aber thatsächlich schon längstunfähig, seine Rechte auszuüben. Mit wenigen Ausnahmen gibt es kein Aunftver-mögcn mehr und kein Gefühl der Solidarität unter den Zunftglicdern. Die Be-schränkung der Arbeit innerhalb der traditionellen Schranken festzuhalten, ist einevergebliche Mühe, mag auch die Beschränktheit der Handwerker in dem unveränder-ten Wiederbeleben des alten Zunftwesens das Heil der Zukunft und die Erlösungvon allen Übeln der Gegenwart erblicken. Beinahe jedes Jahr wird eine andere In-dustrie dem Handwerksbetriebe und der Handarbeit entzogen und der Fabnkthätig-keit, der Maschinenarbeit überliefert. Handwerker, die sich ziemlich sicher fühlten, wiedie Schuster, sehen mit Staunen die Eingriffe der Fabrikindustrie auch in ihreKreise, und werden immer verzagter, immer elender. Der ungeheure Bedarf derArmee an Schuhwcrk wird gegenwärtig fast ausschließlich durch Maschinen geliefert,
- auch die Einführung der Nähmaschinen für die Anfertigung der Monturen steht be-vor. Schlosserwaaren sind ein Artikel des ausländischen Handels geworden, dieWachsziehcrei ist durch neue Erfindungen verdrängt. So sind fast alle Handwerkeaus ihrer gesicherten Position getrieben und dem Verfalle überliefert. Der Verfalloffenbart sich auch in dem Absterben der ehemaligen Zunftsormen. Die Lieferungsogenannter Meisterstücke ist zwar noch üblich, sie hat aber nicht mehr den Zweck,von der Arbeitstüchtigkeit des Kandidaten zu überzeugen, sondern der leeren Zunft-kasse zu Hingen Sporteln zu verhelfen. Die Unterstützung der Zunstmitglicder be-schränkt sich auf eine karge Aushülse in Krankheits- und Todesfällen, die Wirksam-keit der Zünfte auf das Paradiren bei Kirchenfesten. Der immer größere Verfalldes Handwerks zieht natürlich die wohlhabender» Classen von demselben ab, undmacht es zu einer immer seltenern Erscheinung, daß Leute, die im Besitze eines grö-ßern Betriebscapitals und einer tüchtigern Bildung sind, dem Handwerke sich zu-wenden. Der Handwerkerstand verfällt darum mit Macht dem Proletariat und hatseine alte Selbständigkeit fast ganz verloren. Abhülfe oder vielmehr Einleitung in"eue Zustände könnte vielleicht eintreten, wenn die neue Regelung der Gcwcrbs-vcrhältnissc von der Regierung durchgeführt sein wird, wenn der Geist der Asso-ciation unter den kleinern Eewerbsleuten sich Bahn bricht und durch Gründungi von Handwerksschulen für die Hebung die gewerbliche Bildung sich hebt. Von gün-
s stigem Einflüsse auf die Zukunft des östreichischen Handwerks muß die Aufhebung
der bäuerlichen Unterthänigkcit werden, welche eincstheils eine größere Menge vonArbeitskräften bei dem Landbau zurückhält und die Überflutung der Gewerbe mit demÄrmsten Theile des Landvolks mildert, und anderntheils wohlhabender^ jüngere Bauern-fohne dem Handwerke zuführt.