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Die östreichische Monarchie.
Str. Etr. Etr.
1822—31 durchschnittlich thalwärts verführt 26091, zu Berge 41181, zusammen 6727218.12 41 „ ,, ,, , 48172, „ ,, 43413, ,, 91585
1842-51 „ „ „ 77490, „ „ 106745, „ 184235
1852 „ „ „ 119659, „ „ 165859, „ 285518.
Es hat sich demnach im Laufe von dreißig Jahren der Verkehr vervierfacht. Un-tersucht man aber den gesammten Schiffsverkehr auf der Erstrecke von Melnik bisan die sächsische Grenze, so zeigt sich ein minder günstiges Resultat. Im Jahre1850 umfaßte der Schiffahrtsverkehr 3679 Fahrzeuge, wovon 285 die Einfuhr ausSachsen, 2953 die Ausfuhr nach dem Auslande vermittelten, 441 ihre Verwendungim Binnenverkehrs fanden. Im Jahre 1847 dagegen nahmen 5316 Fahrzeuge andem Verkehre theil, wovon 479 auf die Bergfahrt aus Sachsen, 4400 auf dieThalfahrt nach dem Auslande und 437 auf den Binnenverkehr entfielen. Es hattesich demnach die Zahl der Fahrzeuge um 1737 vermindert, und zwar bei der Berg-fahrt um 194, bei der Thalfahrt um 1447; nur im Binnenverkehr hob sich dieSchiffszahl um 4. Diese Verringerung der Bewegung um 44 wird freilich durchden Umstand khcilweise erseht, daß die Tragfähigkeit der einzelnen Fahrzeuge ge-stiegen war. Im Jahre 1847 rechnete man auf jedes im Verkehre thätige Fahr-zeug durchschnittlich 517 Cenlner; im Jahre 1850: 648 Centner Ladung. Die Ab-nahme des Waarenverkehrs macht sich demnach nicht in dem gleichen Maße be-mcrklich, sie betragt aber dennoch volle 11°/>, nämlich: 2,751561 Centner im Jahre1847 und 2,386270 Centner im Jahre 1850. Die Gegenstände der Einfuhr undAusfuhr erlitten keine Veränderung. Zu den erster« gehören Kaffee und Zuckermehl,rohe Baumwolle, Dachschiefer, Eisen, Farbhölzer und Südseesalpeter, zu den letzter«Elaswaaren, Holz, Graphit, Sämereien, Sensen und Strohmefscr, Schwefelsäureund Zündhölzer. Unter die gewöhnlichen Handelsartikel zählt man auch die größer«
! Fahrzeuge selbst, welche wegen der schwierigen und kostspieligen Bergfahrt in derRegel an der untern Elbe verkauft werden.
Auf den Rückgang des Elbverkchrs wirken mannichfache Ursachen ein, zunächstund unmittelbar die mangelhafte Stromräumung, der schlechte Zustand des Fahr-wassers und des Leinpfades und schließlich die ungebührlich hohen Zölle, welche trotzÖstreichs rühmlichem Vorgänge zur Hebung des freien Verkehrs die Elbschiffahrtbelasten. Auch nach der vorgenommenen Zollreduction beträgt der volle Zollsatz aufder Strecke von Bodenbach bis Hamburg 26 Neugroschen für den Centner, die Frachtfür Rohproductc auf der parallelen Eisenbahn nur 22 Neugroschen. Es ist daher ein-leuchtend, daß auf der Elbe kein Gut, welches dem vollen Zollsätze unterworfen ist(darunter befinden sich aber die wichtigsten Handelsartikel, wie rohe Baumwolle, Co-lonialwaarcn u. s. w.), verschifft werden kann, und daß erst eine Herabsetzung desZolls auf mindestens 25 V» des gegenwärtigen Betrags den Elbverkehr heben wird.
Von diesen Hemmnissen ist die Donau befreit, desto lästiger haftete auf derDonauschiffahrt die übliche Umladung der Güter am Eisernen Thore bei der Thal-! fahrt und die Contumaz bei der Bergfahrt. Auch war dieselbe von den äußern po-litischen Verhältnissen abhängiger als alle andern östreichischen Handelsstraßen. Dienach der untern Donau und der Levante bestimmten Waaren befördert man bis- Drsowa auf Dampfschiffen, wo sie auf Barken (gegenwärtig ist ein eigenes Dampf-boot für diesen Dienst bestimmt) umgeladen und über das Eiserne Thor nach Skela-Cladovi oder Cladosnica gebracht und dort in die für die Beschiffung der unternDonau aufgestellten Dampfboote geschafft werden. Abgesehen von den Beschädigungen,Welche infolge der Umladung die Waaren erleiden, wurde die Fortschaffung besondersfrühern Jahren häufig so lange verzögert, daß in der Zwischenzeit die Schiffahrtaufhörte und die Waaren den ganzen Winter hindurch gegen das Verderben schlecht> Tcschsttzt lagerte». Dies ist nach den neuesten Einrichtungen besser geworden, undauch vielbeklagte Zollbehandlung soll gegenwärtig weniger schleppend sein.
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