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Eilfter Band.
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881
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Die östreichische Monarchie. 881

Unter der slawischen Bevölkerung -der Wojwodschaft sind wieder fast sämmtlicheZweige dieses großen Stammes vertreten. Man zählt:

Serben.

290023, in

Procenten ausgedrückt: 71,n

Schokahen und Bunjewahen (kalhol. Serben)

43163,

„ 10,er

Slowaken.

28040,

„ 6,so

Bulgarier.

22267,

„ 5,47

Nuthencn.

7276,

,,

„ 1,79

Kroaten . ..

2702,

,,

„ 0,67

Slowenen, Böhmen und Andere . . .

13139,

„ 3,23

Polen.. .

174,

//

„ vM

Verfolgt man die einzelnen Nationalitäten Ostreichs in Bezug auf die Bildungs-fähigkcit, so gelangt man zu den eigenthümlichsten Resultaten, so zunächst mitRücksicht auf Schulenzahl und Schulcnbesuch. Es würde zu weit führen, die Natio-nalitäten in jeder einzelnen Provinz vorzunehmen; die Nachweisung der betreffendenVerhältnisse in Ungarn, wo die bedeutendsten Stämme sich berühren und erst inder jüngsten Zeit genaue Erhebungen gepflogen wurden, mag als Beispiel genügen.

Es bestehen in Ungarn, hier Slawvnien, Kroatien und die serbische Wojwod-schaft eingerechnet, 8312 Volksschulen, sodaß bei einer Bevölkerung von 10,158900Seelen eine Schule auf je 1222 Bewohner und 171 schulfähige Kinder (die Zahlder schulfähigen Kinder ist 14 Vo der Eesammtbcvölkerung gleich) entfällt. Dochist die Vertheilnng eine höchst ungleiche: im Comitate Gömör z. B. mit 160200Einwohnern, kommt schon auf 556 Einwohner eine Schule, in der agramer Gespann-schaft mit 254500 Einwohnern erst auf 8375. Im Allgemeinen ist das Verhältnißim eigentlichen Ungarn günstiger als in den südlichen Nebenländern, am günstigstenim ödcnburger District (eine Schule auf 822 Einwohner), am ungünstigsten in Kroa-tien (eine Schule auf 4574 Einwohner). Den Antheil der einzelnen Nationalitäten er-kennt ma» ziemlich genau aus der herrschenden Unterrichtssprache. Diese ist aber:in 984 Volksschulen die deutsche,

„ 4061 „ ,, magyarische,

„ 2064 „ „ flämische,

„ 261 „ „ rumänische,

„ 3 „ „ italienische.

Dazu müssen noch die gemischte» Schulen, in welchen eine doppelte oder wolgar dreifache Unterrichtssprache herrscht, hinzugezählt werden.

Es gibt 357 Volksschulen mit magyarisch-deutscher Unterrichtssprache,

216

45

186

7

105

23

magyarisch - slawischer,magyarisch - rumänischer,deutsch - slawischer,slawisch - rumänischer,deutsch-magyarisch - slawischer,dcutsch-magyarisch-nnnänischer Unterrichtssprache.

Als Resultat ergibt sich, daß auf je 1041 magyarische, 1171 deutsche, 1751flämische und 3575 rumänische Bewohner eine Volksschule entfällt. Mit Beziehung?uf die Zahl der schulbesuchcndcn Kinder wird das Verhältniß zu Gunsten der Denk-ten umgeändert. Es besuchen nämlich von den schulfähigen Kindern der

Die

Deutschen

. . . die Schule 83,r V»

Magyaren

. - » ,, // 64,7 ,,

Slowaken und

Kroaten „ „ 46,5 „

Juden. . .

Rumänen. .

- . . „ ,, 35,4 „

Serben . .

. . . „ „ 3e»^ „

Gegenwart. XI.

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