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Die östreichische Monarchie.
Auch in Siebenbürgen ist der Schulbesuch unter der deutschen Bevölkerung inden sächsischen Distrikten am zahlreichsten, und das im Allgemeinen ungünstige Ver-hältniß, wonach blos zwei Drittel der schulfähigen Kinder die Schule wirklich besuchen,aus Rechnung der vorwiegenden rumänischen Bevölkerung zu schreiben. Auf denzahlreichen Schulbesuch der Deutschen und Magyaren wirkt ihr Glaubensbekenntnißwesentlich ein, da, wie wir sehen werden, der Protestantismus die meisten Schulenund schulbcsuchendcn Kinder zählt. Aber nicht ausschließlich, denn die katholischenDeutschen in der Wojwodschaft weisen das gleiche günstige Verhältniß auf wie dieprotestantischen Deutschen in Ungarn. Dagegen zeigt sich unter den Slawen derEinfluß des Bekenntnisses in auffallender Weise. Über das Verhältniß der einzelnenKirchen zur Schule besitzen wir gleichfalls für die ungarischen Länder die genauestenErhebungen. Für den gesammtcn Kaiserstaat gilt folgende Tabelle: -
Zahl der Einwohner
Zahl der Schulen
Es kommt 1 Schuleauf
Kronland.
Katholisch.
Griechisch.
Protestan-
tisch.
Katholische.
Nichtkatho«
lisch-.
Katho-
liken.
Nichtkatho-
liken.
Unteröstreich . . .
1,474004
141N3
1130
6
1305
2350
Oberöstreich. . . .
840635
. -
16038
617
15
1363
1060
Stciermark....
007620
—
5448
641
6
1556
908
Kärntcn und Krain
766200
—
18005
365
33
2009
546
Küstenland ....
403631
1810
1053
233
0
2119
310
Tirol.
858122
—
150
1784
I
482
'150
Böhmen") ....
4,100802
—
86082
3485
76
1202
1143
Mähren u. Schlesien
2,002265
—
118265
1837
103
1140
1148
Galizien""). . . .
4,45 l»76
3IV160
32700
2201
78
2013
4340
Dalmatien ....
331602
78858
—
172
52
1028
1517
Lombardei ....
2,«><>7202
—
—
5065
—
447
—
Bencdiq.
2,251708
—
—
1680
—
1333
—
Militärqrenze. . .
577288
5986N3
45630
607
588
051
1102
Unzarn.
6,18230»
1,163168
2,221207
5016
3146
1231
1076
Siebenbürgen*) **) ***) .
867035
637873
404530
286
1409
3035
803
So wenig genau auch die Erhebungen sein mögen, die dieser Tabelle zugrundeliegen, bleibt doch die Thatsache unbestreitbar, daß die Schulpflegc bei der istcht'katholischen Bevölkerung höhersteht als bei der katholischen. Die protestantisch^Schulen wurden mit den griechisch-nichtunirten, deren Zahl bekanntlich eine äußerstgeringe ist, zusammengeworfen, und dennoch überstieg ihre Summe in allen P^'vinzen, Niedcröstrcich, Mähren und Galizien ausgenommen, im VerhältnißBevölkerung jene der katholischen Schulen.
Ein schärferes Urtheil läßt sich auf Grundlage der in Ungarn gemachtenHebungen fällen. Die einheimische Bevölkerung daselbst vertheilte sich im Iah^1851 in folgender Weise:
*) Die Juden, 70037 Individuen, wurden nicht in die Berechnung gezogen, weil siein wenigen Fällen eigene Schulen besitzen. -
**) 328806 Juden müssen noch zugezählt werden. Die geringe Zahl der nichtkatholisHSchulen kommt hier auf Rechnung der griechischen Christen.
***) Die genauere Angabe lautet: 210607 römische s «
648263 griechische Z^holtken,
637873 nichtunirtc Griechen,
198807 Protestanten lutherischer Confession,
205723 „ reformirtcr „
46006 Unitarier,
1557» Juden.