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Die östreichische Monarchie. 883
Römisch-Katholische
Ungarn:
4,122758
Dojwodschost:
614577
Kroatien und Slawonien:
756268
Zusammen:
5,495585
Griechisch-Katholische
676598
11612
707
688717
Griechisch-Nichtunirtc
596951
679556
86681
1,165168
Lutheraner . . .
724328
50911
580
775619
Resormirte . . .
1,415192
26127
4559
1,445678
Juden ....
525564
16214
5841
545619
Don der gesammten Schulenzahl gehörten:
Bewohn«: Bewohner:
der römisch-katholischen Confession 4578; also aufeine Schule 1210 römisch-katholische,
griechisch-katholischen
478; „
„ 1441 griechisch-unirte,
griechisch-nichtunirten
//
458; „
„ 2680 griechisch-nichtunirte,
evangelischen ...
926; „
„ 858 evangelische,
refvrmirten . . .
4786; „
,/
„ 809 resormirte,
jüdischen ....
450; „
„ 2291 jüdische.
Zusammen 8512.
Bei dieser Verthcilung der Schulen unter die einzelnen Konfessionen kann es! nicht ausfallen, daß von der schulfähigen Jugend die Schule wirklich besuchen:
Lutheraner ....
. . - 76,i°/«
Resormirte.
. . . 72,e„
Römisch-Katholische .
. . . 60,s „
Jsraeliten ....
. . . 42,o „
Griechisch-Katholische
. . . 57,8 ,,
Griechisch-Nichtunirtc
. . . 29,e „
Der geringe Schulbesuch im Schosse der griechischen Kirche ist ohne Zweifelein Zeugniß von der geringern Culturstufe überhaupt, welche die Zugehörigen dieserConfession unter der Bevölkerung Ostreichs einnehme». Da aber die Bekenner dergriechischen Kirche ausschließlich dem slawischen oder rumänischen Stamme angehören,so sind zugleich auch diese Nationalitäten von einer reichern Bildung mit ausgeschlossen.Dem Protestantismus kommt sein Umschließen des ganzen Unterrichts durch denreligiösen Rahmen wesentlich zugute. Den Jsraeliten ist es ziemlich gleichgültig,welcher Confession die Schule angehört, worin ihre Jugend unterrichtet wird; beiihnen ist der Cultus streng von der Schule getrennt. Bei den Protestanten dage-gen ist Kirche und Schule eng verbunden, was bei dem Kircheneifer der östreichi-schen Protestanten auf den Schulbesuch und die Schulpflege überhaupt von günsti-gem Einflüsse war. Auch der Umstand, daß sie lange Zeit in bedrückter Lage sichbefanden, den scheelen Blick der ankern Konfessionen auf sich gerichtet sahen oder zul sehen vermeinten, trug dazu bei, wie ihr Gemeindewescn so auch ihr inneres,geistig.sittlichcs Wesen zu kräftigen. Trotz der Hindernisse, auf welche die Ausbreitungbeß evangelischen Glaubens im Kaiserstaat stieß und gegenwärtig am Ende immer noch(blos die Jahre 1848 — 50 machten eine Ausnahme) stößt, hat sich die Zahl seinerBekenner stark vermehrt. Genaue Erhebungen liegen blos in Betreff der böhmischenProtestanten vor. Die erste Gemeinde nach dem Erlasse des Toleranzpatents bildete sichun Jahre 1782 zu Kreüzbcrg im ehemaligen chrudimer Kreise; die erste protestantischepredigt zu Prag wurde nach einer 150jährigen Pause im Jahre 1782 wiederSchalten. Damals zählte man 44212 Protestanten, und zwar 10257 Bekenner der^fUgsburgischen, 55975 Bekennerder Helvetischen Confession. Im Jahre 1850 warZahl der Evangelischen auf 88589 Seelen gestiegen.
Aus die Standeswahl übt der protestantische Glaube keinen Einfluß. Daß sichunter den wohlhabender« Fabrikanten und Kaufleuten zahlreiche Bekenner desselben
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