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Eilfter Band.
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Die orientalische Frage.

feite gerichtet. Wen» zu dem Besitz von Astrachan der von Masanderen und Astrabadhinzukam, so war die Herrschaft des Kaspischcn Meeres gesichert, der Grund zutranskaukasischen Erwerbungen gelegt. Die Afghanen hatten von Osten her PersicnSGreine» bedrängt. Peter bot dem Schah Hülfe, die aber das erste mal (1718)ausgcschlagen ward. Der nächste Schritt Rußlands war, die persischen Provinzenam Kaspischcn Meere „zur Sicherheit der russischen Grenzen in Schuh zu nehmen".Zugleich ließ der Zar eine Karte entwerfen, die erste, welche die Gestalt des früherarg verzeichneten Meeies endlich richtig darstellte. Gleich nach Unterzeichnung dcSNeustädter Friedens ließ er auf dem Kaspischcn Meere Schiffe bauen und brachnun selbst nach jener Gegend auf, nicht ohne in einem Manifest sein Wohlwollengegen den Herrscher an den Tag zu legen, den er eben nur bekämpfen müsse, weildessen Arm nicht ausreiche, rebellische und räuberische Unterthanen für ihre Unthatengegen ihn selbst, den Schah, und gegen dessen Freund, den Zaren, gebührend zubestrastn.

Aber die Diplomalie war auch diesmal wirksamer als die Waffen. Ein per-sischer Gesandter, Ismael-Bcg, hakte das Unglück, seinen Herrn, den Schab Hussein,in afghanische Gefangenschaft falle» zu sehen, und das noch größere Unglück, einenBeitrag zu schließen, der ein Versprechen russischer Hülse, zu Gunsten des neuenHerrschers Tamasib, mit der Abtretung der von Rußland begehrte» Provinzenerkaufte. Peter nahm die Provinzen, leistete aber die Hülse nicht. Noch mehr.Indem er die Pforte mit Eifersucht seine neuen Erwerbungen betrachten sah, faßteer den Plan, die Zustimmung der Pforte in einem förmlichen ThcilungsvcrtragPcrsiens zu erwirken. Dieser Vertrag ward am 14. Juni 1724 abgeschlossen. Willman wisse», unter welcher Vermittelung? Der Eingang sagt es: „unter Vermit-telung des Geeintesten unter den Völkern des Westen, des Marquis von Bonnac,französischen Residenten." So hat bald die eine europäische Großmacht, bald dieandere sich um Rußlands Fortschritt im Osten und im Westen unsterbliche Ver-dienste erworben.

Allerdings nun ist die Theilung Pcrsiens i» der verabredeten Weise nicht zurAusführung gekommen. Ein glücklicher Soldat, Thomas Kuli-Khan, bekannterunter dem Nainen Nadir-Schah, schwang sich auf den Thron, indem er die Afgha-nen zurückSrängte und die persische Nationalität wahrte. Rußland rächte sich fürdie getäuschte Hoffnung durch ein Dündniß mit den Afghane». Aber sein diploma-tischer Triumph, die heftige Entzweiung der Völker des Islam untereinander, unddie Abhängigkeit, in welche die Pforte dem Genossen dcS Gcwalrraubes gegenüber tgcrieih, hat Früchte getragen.

Peter der Große und Philipp von Maccdonicn.

Jener Thcilungsvcrtrag war das letzte Werk Petcr'S dcS Großen: er starb c»n8. Febr. 172.7. Bückt man aus Rußlands Fortschritte zurück, auf Dasjenige, wasunter seiner Herrschaft erreicht, was vorbereitet und eingeleitet worden, so wird nia"lebhaft an das Bild erinnert, welches Alexander der Große bei Arrian von de>"Sonst und Jetzt, von dem Fortschritt der niaccdonischen Dinge unter der Herrschaftdes KönigS Philipp entwirft Man kann in der That der Parallele zwischen dc>"alten Macedonien und dem heutigen Rußland nicht ausweichen. Sie ist oftmalsangedeutet; von ThicrS (im achten Band des „Eonsulat und Kaiserreich") mit derdurch Mark und Bein dringenden Vorhcrsagung, Europa, vcrkchrtcrweisc zerklüftet wi*die Städte Griechenlands gegenüber den Königen Makedoniens, werde wahrscheinlichdasselbe Schicksal theilen. Zuletzt »och hak FrancoiS EonibeS auch das Vorschic^der Residenz von Edessa nach Pclla, also näher dein Bereich der civilisirtcn Wc!.,hervorgehoben. Vielleicht wird hier der Ort sein, ein paar Punkte dieser Parallelnäher zu beleuchte».

Wenn man beim DcmostheneS eine Menge einzelner Orte genannt findet, enHülfe gebracht werten soll oder die dem Eroberer bereits erlegen sind, Amph'po > e