Band 
Zwöflter Band.
Seite
147
JPEG-Download
 

I

147

ie

er

ch

m

i-

a,

>§

h°

m

a,

nz

n-

he

n,

)k°

>kt

ik

nd

ne

sie

on

n)

rd.

irr

on

em

rer

eit

lde

en,

gfi

die

er-

ild

her

md

och

in-

det

lich

der

aen

!50

Ri-

Lri-

nth

ge-

Afrika.

führten Ritt längs der Nordküste von Afrika, von Marokko bis Ägypten. Es istdies eine der bedeutendsten Unternehmungen, die neuerdings von einem Einzelnen mitschwachen Mitteln ausgeführt worden. Die Ergebnisse dieser Reise für die Kenntnißder gegenwärtigen wie der alterthümlichen Zustände des gesammren nordafrikanischenEestadelandes würden indessen wol noch reichhaltiger ausgefallen sein, wenn Barthnicht das empfindliche Unglück betroffen, beim Großen Katabothmos von Räubernüberfallen zu werden und sein sämmtliches Gepäck und bannt fast seine sämmtlichenPapiere zu verlieren.

James Richards»» erhielt im Sommer 1849 von der britischen Regierung denAuftrag zu einer Reise nach Jnnerafrika. Seine Aufgabe war hauptsächlich, auf Ab-schaffung des Sklavenhandels, welcher noch sehr stark über Murzuk und Tripolis be-trieben wird, und aus Anknüpfung von Handelsverbindungen mit England hinzu-wirken. Zur Anstellung wissenschaftlicher Beobachtungen wurden ihm zwei deutscheGelehrte, Dr. Barth und Dr. Overweg (Geolog) beigegeben. Den Letztern bewil-ligte die britische Regierung eine Unterstützung von 200 Pfund Sterling für die Reisebis zum Tschad-(Zad-) See und 200 Pfund Sterling für die Weiterreise. Beide er-hielten außerdem von der Geographischen Gesellschaft zu Berlin 300 Pfund Sterling,vom König von Preußen 150, sonstige Privatbeiträge 150, zusammen also 600 PfundSterling.

Die Reisenden kamen im Januar 1850 in Tripolis an. Während Richardsonmit den Vorbereitungen zur gemeinschaftlichen großen Reise in Tripolis beschäftigtwar, machten Barth und Overweg zuvörderst, vom 2. bis zum 24. Febr., einenAusflug nach dem Ghariangebirge über Ghadamis und dann östlich bis zum Meere.Am 25. März 1850 brach dann die Expedition auf. Da die große Karavane schonvorher abgegangen war, so bildete die Expedition eine eigene kleine Karavane —40 Kameele, beladen mit Waaren und Geräthschaften, und außer den drei Reisendender Interpret Jusuf Moknu, zwei Tschautschen oder arabische Edelleute und eine An-zahl von Dienern und freien Schwarzen, die unter dem Schutze der Expedition nachihrer Heimat in Sudan zurückkehrten. Die eingeschlagene Route zog fich westlichvon dem directen Wege über Beniolid und Sukna, welchen letztern die frühern'Rei-senden Ritchie, Lyon, Oudney, Denham und Clapperton genommen hatten. Durchden Gharianpaß beim Berge Takut, einem hohen erloschenen Vulkane, erstiegen siedas Hochland und kamen am 6. Mai in Murzuk an.

Indem ihnen besonders daran lag, die Tuarikländer im Südwesten von Fezzankennen zu lernen, richtete sich ihr Zug nun gerade westlich nach Ghat. Dahinbrach man Ende Juni auf, unter der Escorte des Tuarikhäuptlings Hatita, derebenfalls Oudney und Clapperton begleitet hatte und sich daher den Freund derEngländer nannte, sowie in Gesellschaft einer Karavane von Tanelkum-Tuarik. Nach-dem die Reisenden die Uadi Telissareh, halbwegs zwischen Murzuk und Ghat passirt,verließen sie das Gebiet von Fezzan. Im Westen von Telissareh entdeckten sie merk-würdige altlibysche Felssculpturen. Eine Gruppe stellte zwei menschliche Figurenvor, die eine mit einem Vogelkopfe, die andere mit einem Ochsenkopfe, mit Speeren,Schildern und Pfeilen bewaffnet, um ein Kind kämpfend; eine andere war eine künst-lerisch schöne Gruppe von Ochsen, die zur Tränke gehen.

Hierauf kamen die Reisenden zur Uadi Talja, in welche sie durch eine bedeu-tende Hohlschlucht hinabstiegen, die sich durch hohe Felsen, theilweise ganz überdachtund wie ein Tunnel ausgeschnitten, hindurchwindet. Sie durchzogen nun den Paßdes Warieratgebirges, das, ein unersteiglich scheinender Wall von schwarzem Sand-stein mit scharfem, messerartigem Kamme, hier die Grenze der Westsahara bildet, undgelangten, nach Süden umbiegend, in die Uadi Ghat. Sie befanden sich nun imLande der Tuarck.

Die Uadi Ghat erstreckt sich nordsüdlich zwischen dem Warierat im Osten unddem Kasar Janun (Palast der Ginn oder Dämonen), einer Kette von Schiefer von

10*