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duma. Am 1. und 2. Juli nahmen sie einen östlichen Curs durch die Kanäle zwi-schen diesen Inseln ünd erreichten am 2. die große Insel Belarigo, wo sie von denin Scharen versammelten Einwohnern mit Jauchzen empfangen und reichlich be-wirthet wurden. Zwei Tage lang setzte man die Aufzüge und Festlichkeiten zu Eh-ren der Gäste fort, worauf Overweg seine Geschenke — Glasperlen, Nadeln, Ringe,Zucker — unter den Einwohnern vertheilte. Belarigo ist 4 Meilen lang und 2Meilen breit, gut mit Hirse bestellt und enthält schöne Weiden. Sie setzten hieraufihren Ostcours durch die Inselgruppen fort bis zum 9. Juli, wo sie Guria, vor^ der-selben Größe wie Belarigo, erreichten, aber wegen der zwischen Born» und Uadaiausgebrochenen Feindseligkeiten umkehren mußten.
Indem Bornu im Bündniß mit dem im Nordosten des Tschadsees ängesiedel-ten mächtigen Araberstamme der Ülad-Soliman einen Kriegszug gegen Uadai aus-rüstete, um die infolge des Todes des Sultans von Uadai dort ausgebrochenen in-nern Kriege zur Unterjochung des Landes zu benutzen, so schien dies eine günstigeGelegenheit für die Reisenden, die bisher noch unbesuchten Länder im Osten desSees kennen zu lernen. Ihr freundlicher Wirth, der Scheikh, gab ihnen eine eigeneBedeckung von 20 Reitern, um sie ins arabische Lager zu geleiten, und sie verließenKuka am 15. Sept., zusammen mit einem bornuesischen Corps. Am 1. Oct. lang-ten sie im arabischen Lager an und wurden mit vielen Ehrenbezeigungen empfangen.Indem aber die Bornuesen und Ulad-Soliman, von den vereinigten östlichen Ka-numbu und den Uadaitruppen plötzlich mit Übermacht überfallen, eine Niederlage er-litten, so mislang die ganze Expedition, und Barth uqd Overweg, die sich und ihreInstrumente nur mit genauer Noth gerettet hatten, mußten nach Kuka zurückkehren,wo sie am 14. Nov. 1851 ankamen.
Die Reisenden hatten sogleich Gelegenheit einen andern Kriegszug mitzumachen.Der Scheikh entsandte ein Heer von 10000 Reitern und 10000 Schützen nachMandara im Süden von Bornu, welches die beiden Reisenden begleiteten, wie frü-her der Major Denham bei einem ähnlichen Zuge nach demselben Lande gethan, wo-bei der Major kaum mit dem Leben davonkam. Ehe das Heer jedoch noch dieGrenzen von Mandara erreichte, kam ihm eine Botschaft vorn Sultan von Mandaraentgegen, welcher vollkommene Unterwerfung gelobte. Der somit von seinem Zieleabgelenkte Aug wandte sich nach Südosten von Mandara gegen Musgo. Manschlug das Lager an einem großen von Regenwasser gebildeten Teiche auf und führtevon diesem Punkte aus die Ghasuah nach verschiedenen Richtungen hin. Der Er-folg des Zuges waren 5000 Sklaven und 10000 Rinder, mit welchen man am1. Febr. 1852 wieder in Kuka eintraf.
Nach einigen Wochen Ruhe brachen die Forscher wieder auf, Barth nach Süd-osten, Overweg nach Südwesten. Barth's Ziel war Masena, Hauptstadt von Ba-girmeh. Da dieses Land zur Zeit in Frieden mit Bornu sich befand, so hoffte ervon dem Empfehlungsschreiben des Scheikh guten Erfolg. Als er aber am Schari,dem Grenzflüsse, angekommen, wurde ihm nicht gestattet, sich der Fähre von Asu zubedienen. Er ging sodann 12 Meilen weiter südlich, wo er über die Fähre vonMalo und so über die Grenze kam; allein bald wurde er angehalten und über dieGrenze zurückgewiesen. Er kam endlich zum dritten male über die Grenze und bis10 Meilen von Masena, wo er wieder angehalten Und 17 Tage zu warten genöthigtwurde. Endlich langte er am 28. April in Masena an und wurde ziemlich freund-lich empfangen, ihm jedoch nicht gestattet weiterzureisen. Er zog daher über die öst-lich angrenzenden Länder bis Darfur die bestmögliche Erkundigung ein. Am 6. Juli1852 erhielt er von Kuka Nachricht, daß vom Lord Palmerston eine Geldunker-stützung angekommen. Der Sultan bon Bagirmeh hielt ihn jedoch noch einen Mo-nat zurück, um dem jährlichen großen Feste beizuwohnen. Nach dreimonatlichem Auf-enthalte wurde ihm endlich die Rückkehr gestattet. Während seines Aufenthalts hobin Bagirmeh die Regenzeit an, sodaß das Land überall in Pracht stand. Er kam am20. Aug. nach Kuka zurück.