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Afrika.
der Tognaar oder Narinka, so genannt, weil sie größtentheils von der Nara leben;an der Bai selbst ist dieser Stamm dem Jonksr botmäßig.
Die englischen Methodisten haben im Lande drei Missionen: Warmbad, Weslev-vale und Concordiaville; die Rheinischen Bruder haben die Missionen Bethanien(Klippquelle), Berseba, Rehoboth und Scheppmannsdorf. Die letztem sind vongroßer Wichtigkeit nicht nur für Namaqualand, sondern für ganz Südafrika. Die4828 aus der Vereinigung der Missionsgesellschaften von Elbcrfeld, Varmenund Köln gebildete Rheinische Missionsgesellschaft hat von Anfang an ihr Haupt-augenmerk auf Südafrika gerichtet. Ihr erstes Missionsfeld war die Capcolonie,wohin auf Veranlassung des Superintendenten der londoner Missionsgesellschaft amCap, des 0r. Phillip, im Jahre 4829 ihre ersten vier Missionen gesandt wurden:zwei nach Stellenbosch und Tulbagh, den bereits gegründeten Missionsanstalten fürdie dortigen Farbigen, und zwei nach Wupperthal und Ebenezer, beide neu er-richtete Anstalten. Schon im Jahre 1831 kam eine fünfte Anstalt hinzu, Worcester.Es geschah dann auf die dringenden Vorstellungen Schmelen's, Missionars der lon-doner Gesellschaft zu Kommaggas in Klein-Namaqualand, daß 1840 und 1841 dierheinischen Missionen in Klein-Namaqualand begründet wurden. Bereits im Jahre1842 wurde hierauf der Orange überschritten, indem man Schmelen's alte Anstalt,Bethanien, wieder herstellte und im Norden von Namaquien bei Jonker Afrikanerim Awaß eine Mission errichtete, letztere unter dem so tüchtigen Hugo Hahn, einemeckten Missionar. Diese letzte Mission hatte einen überraschend schnellen Erfolg, wes-halb die weslcyischen Missionare, die eine so viel versprechende Station gern selbsthaben wollten, die Rheinländer 1844 wieder daraus verdrängten und die Stationselbst in Besitz nahmen, worauf sie dieselbe, in geringer Übereinstimmung mit sol-cher Handlungsweise, Concordiaville tauften. Statt sich aber zurückzuziehen, gingendie Rheinischen Brüder vorwärts. Noch im selbigen Jahre wurde Otjikangv oderNeu-Barmen am Schwachaub gegründet, womit das große Feld der Baschuana-Bunda-Länder in Angriff genommen war. Im Jahre 1843 wurden sodann Reho-both am Fuße des Awaß, 1'/? Tagereise von Jonker, und Scheppmannsdorf an derKuisibmündung gegründet. Letzteres, zum Stapelplatz für die Anstalten am Sckwachaubund im Awaß bestimmt, war ein sehr interessantes Unternehmen. Acht Stunden vonder Bai (den Weg mit Ochsenwagen zurückgelegt) lagen die verschiedenen Gebäulichkeitender Station an einem lieblichen Gehölze und einem im Flußbette entspringenden und'eine Strecke fließenden Bache. Ein Dorf der Narinka bildete sich umher, auch einenglischer Händler siedelte sich an. Im Garten standen schöner Weizen, Kartoffeln,Bohnen, Kürbisse, Melonen. So versprach Alles das Beste, als plötzlich das Ver-derben hereinbrach. Infolge großer Regen wälzten sich durch das so viele Jahrewasserlose Flußbett im Februar 1851 auf einmal gewaltige Fluten und rissen dasganze Dörflern weg, sodaß auch keine Spur blieb. Nur mit der größten Anstren-gung retteten die Einwohner das Leben und die nothdürftigste Habe. Doch hatman seitdem die Station an sicherer Stelle wieder hergestellt. Inzwischen ssnd dieMissionsanstalten der rheinischen Gesellschaft am Cap und bei den Namaqua immermehr ausgebreitet worden. In den Colonien hat die Gesellschaft 13 Missionen.Die Hauptstation ist die von Stellenbosch, mit einer von 450 Schülern besuch-ten Schule.
Groß-Namaqualand wurde zuerst bereist von Heinrich Schwelen, einem Bre-mer von Geburt, Missionar der londoner Gesellschaft. Er war in den Jahren1812 und 1813 mit einer Horde Namaqua am untern Orange umhergezogen, alser im Jahre 1814 aus Befehl seiner Gesellschaft mit einer Anzahl anhänglicherNamaqua unter großen Beschwerden das Aubthal vier Monate lang hinaufzog undbis an den Kuisib vordrang. Auf seiner Rückreise stiftete er an der in einem wei-ten Thale belegenen schönen Klippquelle, an einer anscheinend sehr günstigen Stelle,eine Mission, welche er Bethanien nannte. Diese Station war schon deshalb vonWichtigkeit, weil Angra Piguina (26° 28' Breite), der einzige Hafen an der Küste