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Afrika.
Norden nach Süden fließt, und in den Vaal, wo dieser nach Südwesten umbiegt,mündet. Von Osten her ist der bedeutendste Zufluß der Modder (der Schlammige),der mit dem mehre malerische Wasserfalle bildenden Riet in den untern Vaal mündet.
Das Land zwischen dem Malalarien, dem südlichen Vaal und der Kalaharibesteht aus großen, fruchtbaren Ebenen, bedeckt mit Akaziengehölzen und hohem,wogendem Grase. Es ist jedoch ein Kalksteinbecken, sodaß die Quellen oft unsichersind und die Flüsse mitunter trocken liegen. Striche wüsten Landes greifen daherdurch das fruchtbare Land und trennen es, wie Uadi, voneinander. Die vorherr-schenden Winde sind die von der Kalahari kommenden, austrocknenden West- undNordwestwinde. Von August bis November herrschen Nordweststürme, wobei deräußerst seine und leichte Kalaharistaub in dicken Wolken durch die Luft treibt. AmSchlüsse der Windzeit tritt mit Ostwind die Regenzeit ein. Gewitter von furcht-barer Heftigkeit sind sehr häufig.
Zm Norden dieses Kalksteinbeckens, des Malalarien und des obersten Baal, er-hebt sich das Land, ganz analog zum Tafellande im Süden des Awaß, und bildetin zwei Tafellandstufen, Suiderbosch-Rand und Gats-Rand, den Aufstieg zum Lim-popvhvchlande. Am äußersten Ostende von Gats-Rand (also in der äußersten Nord-ostecke des Orangebcckens) entspringt der oberste Quellfluß des Vaal, weiter westlichder Malalarien (Zufluß des Vaal) und noch weiter nordwestlich der Molopo mitder Meritsane, die sich bei der Kalahari im Sande verlieren. Dieser ganze Aufstiegist ein von unzähligen kleinen Wässern durchzogener Strich, mit Ausnahme einzelnerdürrer, von Dorngestrüpp bestandener Stellen, mit dem reichsten Grase und aroma-tischen Kräutern bedeckt.
Das Land zwischen Vaal und Orange besteht in seiner westlichen Hälfte ausPrairien, in seiner östlichen aus hügeligem Lande. Der Drakenberg, der erhabeneOstrand des Orangebeckens, zerfällt in den Großen und Kleinen Drakenberg. DerGroße Drakenberg setzt unter dem 30. Breitengrade vom Witberge ab und zieht,eine ununterbrochene, schroffe Kette mit im Winter schneebedeckten, an 9000 Fußhohen Gipfeln, bis 28° 31^ der Breite, wo er aufhört, was sich an der Küste durchdie Natalbai bezeichnet. Hier befindet sich der Bezuidenhoutpaß, der erste, welchervom Küstenlands ins Innere führt, und gleich darauf, unter 28° 20^ der Breite(in derselben Breite mit der St.-Luciabai), ein zweiter, der Beerspaß. Es hebt nunder Kleine Drakenberg an, welcher, 7000 Fuß hoch, mehr und mehr abfällt, bis erzur Hohe der Tafellandstufen, in welchen der hohe Südostrand des Sambesebeckensaufsteigt, herabsinkt und damit verläuft. Der endliche Auslauf des ganzen Gebirgs-zuges bezeichnet sich an der Küste, wie schon erwähnt, entsprechend durch die großeDelagoabai.
Von dem Nordende des Großen Drakenbergs bei Bezuidenhout biegen dieBlauen Berge von demselben ab und laufen mit geringer Abweichung nach Westen,doch sonst parallel mit dem Drakenberge und längs desselben nach Südwesten, sodaßein 40 — 50 Meilen breites Längenthal gebildet wird. Dies ist das herrliche Thaldes obern Orange, welcher an dessen oberster Spitze am Westfuße des Knotens beiBezuidenhout entspringt, und es südwestlich mitten durchströmt, bis er das Südendeder Blauen Berge umfließt. Hier aber nimmt der Orange den längs des West-fußes der Blauen Bsrge Herfließenden Caledon auf, einen tiefen, reißenden und fisch-reichen Strom, und zieht dann nach Nordwesten weiter bis zur Vaalmündung, woer nach Südwesten umbiegt. Die Blauen Berge find eine Reihe einförmig gestal-teter Tafelberge, deren sehr breite Gipfel meist guten, urbaren Boden ausweisen.Von den Blauen Bergen setzen endlich ähnliche, aber niedrigere Züge breiter undeinförmiger Tafelhügel an 60 Meilen westwärts. Die übrige westliche und nördlicheStrecke bis zum Vaal ist eine weite, wellige Ebene^ deren seeartige Fläche nur sel-ten ein Felsenhügel unterbricht. Diese Ebene bedeckt außerordentlich hohes Gras,hohes Haidekraut und niedriges Gesträuch. Hier und da erscheint in der Grasflurein orangengelbes, violettes oder blaßrothes Uossmimz-antkemum, eine liebliche llse-