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Missionare vom Schwachaub, die des Landes und der Sprache bereits kundig, vielBeistand leisten konnten. .Ein von Deutschland angekommener Rheinischer Bruderwartete damals in Capstadt aus Schiffsgelegenheit. Da nun die Überlandreise vonCapstadt nach der Walfischbai vier Monate dauert, während man zu Schiff in achtTagen hingelangt, so mietheten sie zusammen einen Schooner für 100 Pfund Ster-ling und schifften sich mit Maulthieren, Wagen, Hunden ein. Sie kamen in derWalfischbai am 20. Aug. 1850 an. Bei dem Missionar in Scheppmannsdorf,Bam, einem aus Capstadt gebürtigen Hottentotten, dessen Haus mit Möbeln ausCapstadt wohl eingerichtet war, fanden sie ein freundliches Willkommen, in der FrauPastorin eine gute Hausfrau, welche alle Arbeit versieht, kocht, fegt, wäscht, derzahlreichen Kinder wartet. In Barmen fanden die Reisenden einen ebenso unerwar-teten wie nützlichen Gehülfen in einem Holsteiner, Hans Lasen. Derselbe, ursprüng-lich ein Matrose, hatte seit sieben Jahren sein Schiff bei der Walfischbai verlassen,und sich dann im Dienste zweier Viehhändler, die ihm seine Löhnung in Vieh undWaaren entrichteten, so viel erworben, daß er nun unabhängig lebte, jagend, Viehhaltend, allerlei Geschäft für die Missionen treibend. Galton war ganz eingenom-men von dem kräftigen, verständigen Wesen unsers Halsten und bestellte ihn alsOberdiener. Gallon machte die Reise von Schmelen's Verwagting nach der WerftNangoro's, Königs von Owampoland, -462 Meilen, in 50, die Rückkehr in 48 Tagen.Bei Nangoro's Werft sah er sich darum zur Rückkehr genöthigt, weil ihm sein Ver-rath an Glasperlen, seine einzige hier gültige Baarschaft, ausging. Am 13. Aug.trat er hierauf eine zweite Reise an nach dem Ngami, wobei er Eikhams zur Basisseiner Operationen machte. In Taunobis am Epukiro hielt er eine zeitlang an, dahier Jagdbeute, namentlich auch das riesige weiße Rhinoceros, reichlich war. Am10. Oct. sah er sich indessen abermals zur Rückkehr genöthigt, indem wegen gro-ßer Dürre alle Brunnen bis zum Ngami trocken lagen. Aus dieser Reise geht je-doch hervor, daß man, wenn man die Ochsen in Eikhams wechselt, den Weg vonder Walfifchbai zum Ngami in 50 Tagen mit Ochsenwagen zurücklegen kann.
Galton ging im Januar 1852 von der Walfifchbai aus nach England zurück. Er
führte diese Reisen aus mit meist untauglichen und treulosen Dienern, deren
Sprache er unkundig, mit Vieh, das zum Reiten und Tragen nicht gehörig ein-geübt worden, während große Unruhe im Lande und eine außerordentliche Dürre
herrschte. Er erfreute sich dagegen tüchtiger Gefährten in Anderson und Lasen, unddie Umsicht, mit der er sein Unternehmen durchführte, verdient alle Anerkennung.Anderson, der nach Galton's Abreise einen zweiten Versuch machen wollte, gingnach Capstadt, um sich von neuem auszurüsten. Es gelang ihm auch im Jahre1855 den See zu erreichen und seine Umgebungen näher zu erforschen. Auch ver-folgte er den Tigue 150 Meilen aufwärts, wo er jedoch, offenbar weil dem Häupt-linge Letscholetebe das weitere Vordringen zu seinen Nachbaren nicht genehm war,sich durch das Betragen der Anwohner zur Rückkehr genöthigt sah.
Die hohen Ränder des Sambesebeckens, namentlich die so fruchtbaren wie ge-sunden Theile, Owampoland im Westen, das Limpopoquellland im Südosten, scheinenfür die Anlegung europäischer Niederlassungen ganz geeignet. Während das weiteInnere des Beckens zur Erzeugung der besten Früchte Afrikas, Amerikas und Europasgeeignet ist und bereits eine zahlreiche intelligente Bevölkerung besitzt, bieten sich hiergleich an der Küste die geeignetsten Punkte dar, wo der Europäer ohne Gefahr fürseine Gesundheit Fuß fassen könnte.
Die Becken des obern Zaire und des Njassi.
Wenn der geographischen Wissenschaft über das Sambesebecken das erste Lichtangebrochen, so liegt doch das Land im Norden desselben noch in völligem Halb-dunkel. Zwei ganz parallel miteinander von Pordwcsten nach Südosten ziehende Ge-birgszüge theilen dieses nördliche Land in drei ziemlich gleiche Theile: das Zairebecken?
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