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Afrika.
weiter, und kamen am 22. Tage in das Gebiet von Songs, mit der HauptstadtSeculo, im obern Quelllande der Quanza und des Quango, welche beiden Flüsse,parallel miteinander, sieben Tage voneinander, nordwestlich fließen. Hier wurdensie vom Bomba, einem Häuptlinge, zwei Jahre zurückgehalten, bis sie endlich daCosta auslöste. Von Songo an bog ihre Route wieder nach Norden um. Sie setz-ten über den Quango und vier andere Zuflüsse des Zaire, und gelangten neunTagereisen vom Quango nach der Stadt Cabungi an der Südgrenzc der Malua.Nach 3-4 Tagen (im Jahre 1805) kamen sie in Luburi an. Die Pombeiros brach-ten dem Muropue schöne Geschenke, namentlich einen scharlachenen Rock mit ver-goldeten Knöpfen, und machten einen guten Eindruck, weshalb der König seinerseitseine Gesandtschaft an den König von Portugal abfertigte, welche gleichfalls denUmweg über Songo zu machen hatte und Loanda 1808 erreichte. Die Pom-beiros aber verließen die Hauptstadt der Malua im Mai 1806, zogen 37Tagereisen nach Südosten bis nach Lobale, worauf sie nach Nordosten umbogenund Ende 1806 in Lucenda ankamen. Sie blieben hier vier Jahre, durch fort-währende Kriege an der Weiterreise nach Tete am untern Sambese verhindert, wel-chen Ort sie endlich im Februar. 1811 doch erreichten. Sie wurden von den dor-tigen portugiesischen Autoritäten schlecht.empfangen und mit unzulänglichen Mittelnnach Angola zurückgeschickt, wo sie im Jahre 1815 wieder eintrafen.
Die Strecke von Tete nach Lucenda war bereits früher von Don FranciscoJose de Lacerda e Almeida bereist worden, welcher sich bereits durch eine Reise indas Innere von Brasilien als ein guter Beobachter gezeigt hatte. Lacerda ging am3. Juli 1798 mit großem Gefolge von Tete ab und kam am 2. Ock. 1799 inLucenda, 560 geographische Meilen von Tete, an. Er wurde bei seiner Ankunftin Lucenda vom Fieber ergriffen und erlag bereits am 18. Oct. Durch eine neuere,im Jahre 1831, von Tete nach Lucenda veranstaltete Expedition wurden die Ergeb-nisse dieser Reisen im Ganzen bestätigt.
So waren wir denn auch von Süden aus an der Grenze des völlig unbekann-ten Binnenlandes angekommen. Nur ist uns noch in unmittelbarer Nähe desÄquators der Ostrand des Binnenlandes bekannt geworden, welcher allem Anscheinnach ganz in der Erhabenheit auftritt, die man von dieser centralen Landschaft ver-muthet hat.
An 200 Meilen von der Küste von Zanguebar erhebt sich, nachdem das Land,wie es scheint, von der Küste mittels des Teita- und Buragebirges stufenmäßig auf-gestiegen, das Hochgebirge von Dschagga mit den mit ewigem Schnee bedeckten Riesen-bergen des Kilima-Ndscharo und Kenia, entdeckt von den zu Rabe-Mapia bei Mombasan der Küste von Zanguebar stakionirten deutschen Missionaren Rebmann und Krapf.Rebmann entdeckte den Kilima-Ndscharo am 10. Mai 1840 im Dorfe Kilima (3 ° 42 'südlicher Breite, 53° Länge). In einer zweiten Reise im November 1848 dranger bis an die Grenzen des bewohnten Landes vor und fand die Kälte von der Artwie Novemberkälte in Deutschland. Der Kilima-Ndscharo erhebt sich auf einer Basisvon 40 Qudratmeilen in zwei durch einen 2'/- Meilen langen Sattel verbundenenKuppen, deren westliche höhere, gleich dem Ararat in Armenien,, die Gestalt einesungeheuern Domes hat und das ganze Jahr hindurch tief mit einer Schneedeckebekleidet ist, während der niedrigere östliche in einer pikenartigen Spitze ausläuft undnur einen Theil des Jahres Schnee trägt. Um in dieser Lage eine ewige Schnee-decke zu erhalten, muß die Höhe des Berges jedenfalls zu 20000 Fuß ansteigen. Dieam Kilima-Ndscharo gefundenen Agate und Corneline werden in ganz Afrika, na-mentlich in Sudan, wo man sie auf dem weiten Umwege über Fezzan häufig ein-führt, hochgeschätzt.
Der Kenia wurde von Dr. Krapf im November 1849 auf einer Reise nachKitui, der Hauptstadt von Wakamba, im Osten des Dschagga, entdeckt. Der Berghat ein majestätisches, einer Kathedrale nicht unähnliches Ansehen. Die riesige Fels-. Masse lagert nordwestlich gestreckt, mit scharfem, ewig schneebedecktem Grat, das wie