Preußens Statistik.
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minationspunkc mit 5513 Studenten erreicht, sie war darauf in zehn Jahren umein Fünftel gesunken, im Wintersemester 1843 — 44 auf 4437 Studenten, hattejedoch sich dadurch dem entsprechenden wirklichen Bedürfnisse zur Ausbildung fürdie nothwendige Universikätslaufbahn wesentlich genähert. Daher ist die Gesammk-zahl der Studirenden seit dieser Zeit ohne auffallende Schwankungen in der Ak-oder Zunahme verblieben, indem gleichzeitig die Bemerkung hinzugefügt werden muß,daß die Ausländer *), welche sich unter dieser Zahl der Studirenden befinden, numerischgerade vollständig durch die preußischen Studirenden ersetzt werden, welche auf aus-ländischen Universitäten akademischen Studien obliegen, gleichviel ob sie dieselben dortbeginnen, oder fortsetzen und beschließen. Das Minimum in der Gesammtzahl derStudenten auf den preußischen Universitäten brachte das Sommersemcster 1848 mit4233 Studenten; sie stieg nun wieder allmälich höher, aber noch picht im gleich-mäßigen Fortschreiten mit der Bewegung in der Gesammtbevölkerung, im Sommer1849 auf 4306 Studenten, im Sommer 1850 auf 4441, im Sommer 1851 auf4617, im Sommer 1852-auf 4717, im Sommer 1853 auf 4654, im Sommer1854 auf 4471, im Sommer 1855 auf 4526 Studenten. Berechnen wir ausdiesen letzten Angaben für sieben Jahre die Durchschnittszahl mit.4533 Studenten,so wird diese ziemlich genau dem jetzt wirklich kundgegebenen Bedürfnisse für dieakademische Bildung entsprechen. Man muß indessen noch zu dieser Zahl die der jun-gen katholischen Theologen hinzuzählen, welche auf den sechs bischöflichen Semina-rien zu Braunsberg, Pelplin, Gnesen, Posen, Paderborn und Trier nach zurück-gelegter Abiturientenprüfung ihre Studien für den geistlichen Stand betreiben: siebeträgt insgesammt gegenwärtig durchschnittlich 240. Demnach würde das nume-rische Verhältniß der Studirenden auf 4773 gebracht sein, d. i. nach der Volks-zählung im December 1852 ein Studirender auf 5548 Seelen. Nach den Berufs-fächern befanden sich unter den Studirenden im Sommer 1855 818 evangelischeTheologen, 823 katholische Theologen (mit Hinzurechnung der Studirenden aus densechs bischöflichen Seminarien), 1438 Juristen, 715 Mediciner und 789 Skudirende,welche sich den Schulwissenschafte» und den allgemeinen gelehrten Fächern wid-men. Der Besuch der einzelnen Universitäten war in diesem Semester für Berlin1335 Studirende, für Breslau 816, Bonn 800, Halle 665, Königsberg 351,Münster 343 und Greifswald 217.
Die Gymnasien haben sich von 113 im Jahre 1837 bis auf 117 im Jahre1849 und 124 im Jahre 1855 vermehrt**), also ein Gymnasium durchschnittlichauf 41 Quadratmeilen und 136377 Seele». Die Zahl der in den Gymnasien an-gestellten ordentlichen Lehrer betrug im Januar 1850: 1112, der Hülfslehrer: 425,der vorhandenen Schüler: 29713, mithin ein Gymnasiast auf 550 Seelen. Rech-nen wir hierzu noch die Progymnasien, welche als Vorbildungsschulen bis zur Se°cunda eines Gymnasiums gewöhnlich dienen, häufig wol auch die Schlußbildungfür andere Berufe des gewerblichen Lebens und der subalternen Beamtencarriere ge-währen, so finden wir im Januar 1850 deren 30 mit 145 ordentlichen Lcbrern, 81Hülfslehrern und 2657 Schülern. Dadurch vergrößert sich die Zahl der Gymna-siasten bis auf 32370, d. i. ein Gymnasiast auf 504 Seelen. Die Zahl der Pro-gymnasie» hat sich indessen bis zum December 1855 bis auf 24 vermindert, indemsechs solche Anstalten zu vollständigen Gymnasien ausgebildet sind.
Für die Bildung des höhern gewerblichen Standes, der Handelsleute, derPost-, Forst-, Baubeamten, zum Theil des Offizierstandes dienen die höhern Bü»
*) Die Ausländer auf den preußischen Universitäten haben sich verhältnißmäßig stärker ver-mindert als die absolute Zahl der Studirenden; sie fiel von 943 im Winter 1833 bis auf515 im Sommer 1855, also um mehr als 40 °/„ während die Frequenz der Universitätenim Allgemeinen nur um 20abnahm.
**) Aus dem Progymnasium zu Deutsch-Krone in Westpreußen wird ein neues Ghmnasiunvmit dem Januar 1856, also Nr. 125, errichtet.