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Zwöflter Band.
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Preußens Statistik. 397

führt aber zu der Thatsache hin, daß von den unterrichtsfähigen Kindern im schul-pflichtigen Alter die preußischen Schulen gegenwärtig alle bis auf 8,5"/» oder einZwölftel zum Unterricht in der gewöhnlichen Schulzeit ausgenommen haben. Privat-schulen und die Speciakbildungsanstalten finden hier keine Stelle, da jene gemeinhinnur für andere Schulen vorbereiten, diese aber bereits ausgebildete Schüler der obengenannten Schulen für ihren spätern Lebensberuf weiter ausbilden.

ll. Die preußischen Staatsbudgets seit 1849 und die Staatsschulden. *)

Der preußische Staatshaushalt erfuhr infolge der politischen Umgestaltung imJahre 1848 zwei wesentliche Veränderungen. Die erste betraf die fernere jährlicheFeststellung seiner Einnahmen und Ausgaben durch die Vereinbarung der beidenKammern mit der Staatsregierung, die zweite ist mehr formal, indem seit 1849die Bruttoeinnahmen und Bruttoausgaben i»i Budget aufgeführt werden, währendbis dahin in demselben nur die Nettoeinnahmen und Nettoausgaben ihren Platz gehabthatten. Aber diese formale Veränderung hat die absoluten Summen der Einnah-men und Ausgaben so stark anschwellen lassen, daß jeder Vergleich zwischen denSummenverhältnissen der preußischen. Budgets vor und nach 1849 unstatthaft wird,wenn man nicht beide auf ein und dasselbe Princip zurückführt. Dies wird sofort

ersichtlich, wenn man erwägt, daß die Differenz zwischen

der Brutto-

und Netto-

einnähme im

Jahre 1847

bei der Verwaltung der Domänen.

1,079695 Thaler

,,

der Forsten.

2,503115

//

der Bergwerke, Hütten und Salinen

607078

,/

„

,,

der Post.

6,438000

der Lotterie.

155072

„

der directen Steuern.

992814

,, //

der indirecten Steuern.

3,506139

,,

„

des Salzmonopols.

2,761618

Summa 18,042831 Thaler

betragen hat, daß man demgemäß diese ganze Summe zu dem Hauptbetrage derEinnahme für das Jahr 1847 hinzufügen muß, wenn man über die Zunahme desEinnahmebudget zwischen den Jahren 1847 und 1849 einen Vergleich anstellen will.

Die Gesammteinnahmen gewährten nach dem letzten Budget vor 1848 für dasJahr 1847 64,033697 Thaler. Darunter waren die Domänen mit 4,845021 Tha-lern, die Forsten mit 2,022961, die Post mit 1,000000, die directen Steuern mit19,319966, die indirekten Steuern mit 26,782334 und das Salzmonopol mit4,992200 Thalern angesetzt. Dagegen sind die Gesammteinnahmen des Budget fürdas Jahr 1849 auf 88,566380 Thaler berechnet, darunter die Domänen mit5,872343, die Forsten mit 4,925606, die Post mit 6,941310, die directen Steuernmit 20,369248, die indirecten Steuern mit 28,106679 und das Salzmonvpol mit8,445475 Thalern. Daraus ersieht man unverkennbar, wie die Einnahmen des letz-ten Jahres 1849 nur um die Betriebskosten vergrößert worden sind, indem man inden seit 1820 bekannt gemachten Budgets bis zum Jahre 1847 diese Kosten vorwegabzog und nur den Überschuß als Solleinnahme ansetzte. Zum Beispiel bei den Po-sten wurde bis 1847 incl. der Überschuß von einer Million Thaler im Einnahme-budget angesetzt, dagegen fehlte dieser Titel vollständig in dem Ausgabebudget, weilnur der Überschuß der Postverwaltung als eine Finanzquelle für den Staat ange-sehen wurde. Das Budget für 1849 liefert aber eine Einnahme der Postverwaltungvon 6,941310 Thalern und eine Ausgabe von 5,941310 Thalern, also schließlich das-

/) Es ist hier die Bemerkung vorauszuschicken, daß der Berfasser diesen Abschnitt über dieFinanzen, sowie auch den folgenden über die Culturverhältnisse, im Monat Januar 1856Niedergeschrieben hat. D. Red.