,
1s-
an
ne
en
ür
zs-
ne,
ze-
>cn
ng
der
der
er-
ine
der
»en
9:
»en
hr-
68
zu-
ns-
)0N
»en
ha-
rcs
Lil>
die
us-
>al-
gen
un-
die
nt-
bs-
u§-
etzt
om
lllf-
!51
cht-
>get
im-
Oie
>en,
us-
uch
po-
lier
äu-
ins-
Preußens Statistik- 399
baren Staatsschulden, von der nur in den Jahren 1830 — 31 eine Ausnahme ge-macht war, hatte der preußische Staat, ungeachtet der Nothstände in den östlichenProvinzen durch Überschwemmungen und Misernten (1845 und 1846), doch noch ei-nen ansehnlichen Reservefonds (Schatz) für Kriegsfälle und außerordentliche Ereignisseangesammelt. Dieser betrug am 1. Jan. 1847 3,719931 Thaler in Staakspapie-ren und 19,527388 Thaler baar, und erlitt nur in diesem Jahre eine vorüberge-hende Verminderung von 4 Millionen Thalern zu Roggcnanka'ufen bei großer Theue-rung, indem diese größtenteils durch Wiedererstattung ausgeglichen werden sollte.Die Staatsschuld selbst stand am 1. Jan. 1848 auf
Capital: Zinsen: Jährliche Tilgung:
1) Verzinsliche Staatsschuldscheine
zu 3'/-°/°*). 113,968200 8,988887 2,066257 Thaler.
2) Provinzielle vom Staate ver-bürgte Schulden s 3 und 3'/, 7» 8,974564 241959 421875 „
3) Unverzinsliche Kassenanweisungen 11,242347 — — „
Zusammen 134,1851« 4,230846 2,488132 Thaler.
Aber die Ereignisse des Jahres 1848 erzeugten so viele außerordentliche Staats-bcdürfnissc und gleichzeitig so viele Hemmnisse bei der Erhebung der directen undindirecten Steuern (allgemeine Abnahme des Handelsverkehrs und Sperre der Ost-seehäfen), daß zu außergewöhnlichen Hülfsnntteln geschritten werden mußte, um dengesteigerten dringendsten Anfoderungen für die Staatsverwaltung und den innernVerkehr zu entsprechen. Nach der Denkschrift des Finanzministers vom 10. Juli1848 fehlten 28,970000 Thaler zur Deckung der außerordentlichen Ausgaben biszum Schlüsse des Jahres, nachdem ein Ausfall von mehr als 7 Millionen Thaler inder laufenden Staatseinnahme unvermeidlich erschien. Unter den unabweisbaremaußerordentlichen Anfoderungen waren 10 Millionen Thaler für Kriegsrüstung, Kü-stenbewaffnung, erste Anfänge eines Seeschutzes, 1 Million Thaler für die deutscheMarine, 3 Millionen Thaler für Erweiterung der Geschäfte der königlichen Bank,2,500000 Thaler zur Beschäftigung der Arbeiterclassen in allen Provinzen, 1 MillionThaler zur Errichtung von Discontokassen u. s. w. Die Hälfte dieser dringendstenAnfoderungen konnte noch durch die vorhandenen Mittel des oben angeführten Re-servefonds gedeckt werden, obschon der stark heruntergegangene Curs der in demselbenbefindlichen Staatspapiere einen beträchtlichen Ausfall brachte. Für die andere Hälftekonnte nur die Hülfe einer neuen Anleihe erwartet werden, die als freiwillige zu57° in dem erwarteten Betrage von 15 Millionen Thaler im Volke selbst aufgebrachtwurde. Sie wurde die erste Vergrößerung der feit 1824 ununterbrochen jährlichverringerten Staatsschuld, der jjt dem kurzen Zeitraume von sechs Jahren (1848—54) fünf neue Anleihen im Betrage von 69 Millionen Thaler, außer der Vermehrungmit 19,600000 Thalern unverzinslicher Kassenanweisungen, folgten. Die Gesammt-ausgaben betrugen für
1849:
I. Ordentliche .... 88,506061
4. Betriebsausgaben . . 22,488589
5. Dotationen . . . 10,122299
6. Verwaltungsausgaben 55,895173
II. Außerordentliche . . . 5,668319
' 1850:
90,974393 Thaler.23,178998 „
10,297130 „
57,498265 „
4,925213 „
Zusammen 94,174380 95,899606 Thaler.
*) Von diesen Staatsschuldscheinen waren überdies noch 14,500900 Thaler außer Curs ge-fitzt und deponirt, indem ein gleicher Betrag von Kassenanweisungen dafür ausgegeben war.Es ist indessen diese Summe nicht zu den verzinslichen Kassenanweisungen gerechnet, weil derStaat die deponirten Staatsschuldscheine verzinsen und die Zinsen für Staatsfonds verrechnen ließ.