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Zwöflter Band.
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462 Preußens Statistik.

Durch die gesteigerten Ausgaben für die erhöhten Beträge der Zinsen und derTilgung nahm der gesammte Titel der Dotationen im Budget nicht ab, als mitdem Jahre 1852 die Kronsideieomniißsumme mit 2,575099 Thalern aus demselbengänzlich weggezogen wurde. Er stieg vielmehr von 1850 — 52, ungeachtet des Ab-gangs dieser bedeutenden Summe, von 10,297150 bis auf 10,762407 Thaler nachdem Zutritt der neuen Anleihe für 1852. Vergleicht man nun die gesummtenStaatsausgaben beider Jahre 1851 und 1852, so wird es leicht ersichtlich, daß,wenn man nicht zu dem heillosen Mittel zu greifen beabsichtigte, ein jährliches De-ficit selbst in friedlichen Zeiten stets durch neue Anleihen zu decken, eine bedeutsameErhöhung der Einnahmen entweder durch neu eingeführte Auflagen oder wesentlicheVerstärkung der Ergiebigkeit älterer Finanzquellen erfodert würde. Die betreffendenBudgets gewähren nachstehende Übersicht für die oben schon zusammengefaßten all-gemeinen Titel der Staatsausgaben für

1851: 1852:

I. Ordentliche .... 95,0409534. Betriebsausgaben . 25,2242208. Dotationen . . . 12,5579066. Verwaltungsausgaben 57,458815

II. Außerordentliche . . . 5,526595

94,510212 Thaler.25,527056 „

10,762407 „

60,220109 „

5,291260 „

Hauptsumme 90,507552 97,801478 Thaler.

Es bleibt zuvorderst zu bemerken, daß die Differenz zwischen diesen beiden Haupt-summen nicht blos "1,455946 Thaler, sondern 4,007045 Thaler beträgt, weil unterden Dotationen für 1851 noch das Quantum des Kronfideicommisses mit 2,573099Thalern enthalten ist. Die Betriebsausgaben sind nur um 500000 Thaler gegen !1851 großer, und diese Verstärkung fällt fast ausschließlich aüs die Postverwaltung,ist also nicht erheblich für die Vergleichung, da die Einnahme gleichzeitig gegen dasvorausgegangene Jahr um 400000 Thaler gewachsen ist. Bei den Dotationen habeich die nothwendige Verstärkung um 900000 Thaler schon oben erläutert, weil siedie natürliche Folge der Anleihe von 1852 ist. Dagegen finden wir bei den Ver-waltungsausgaben eine Vergrößerung um 2,760000 Thäler, die vorzugsweise demKriegsministcrium zufällt und als eine nothwendig fortdauernde im Einleitungsberichtzum officiellen Budget des Hauptetats für 1852 erklärt wird, indem die Verstär-kung des Heeres einen bleibenden Kostenzuschuß verlangte im Betrage von 916000Thalern, die bessere Verpflegung der Truppen mit Berücksichtigung der gestiegenenPreise der Lebensmittel eine Vermehrung um 500000 Thaler, die Marine und dieraschere Förderung der Festungsbauten und anderweitiger Militärgebäude den doppel-ten Betrag von mehr als einer Million Thaler in Anspruch nahm. Gleichzeitig machtesich ein empfindlicher Verlust in den Eingangszöllen geltend, den man zweifellos der !gesunkenen Einfuhr des rohen Colonialzuckers beimessen mußte und welcher nichtunter 1,500000 Thalern geschätzt werden konnte, wenn auch schon die gegen 1848auf den dreifachen Betrag erhobene Rübenzuckersteuer einen Ertrag von 1,200000 ^bis 1,500000 Thaler gewährte. Das für die nächsten Jahre also sicher zu erwar-tende Deficit zwischen den vorhandenen regelmäßigen Einnahmen und Ausgabenmußte um so schleuniger ausgeglichen werden, als der Zustand der politischen Ver- Ihältniffe kein völlig gesicherter schien. Eine Erhöhung einzelner Objecte unter den Iindirecten Steuern, wie der ausländischen Tabacksblätter und namentlich der impor-tirten Cigarren konnte hierfür nicht zum Ziele führen, weil der dadurch bewirkteMehrertrag zu geringfügig war, und eine freiere Verfügung über Verstärkung derindirecten Steuern überdies durch den Widerspruch einzelner Staaten im Zollvereineunmöglich gemacht wurde. Bei der Wahl der Verstärkung des Betrags der dircc-