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Zwöflter Band.
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408 Preußens Statistik.

minister ermächtigt werden, den Rest des Credits von 30 Millionen Thaler, so-weit derselbe in den Zähren 1854 und 1855 noch nicht erschöpft ist, zur Bestrei-tung der bis zum 1. Jan. 1857 crfoderlichen Militärbedürfnisse zu benutzen. Denbeiden Häusern wird für die nächste Session versprochen, über die Ausführung die-ses Gesetzes vollständige Rechenschaft abzulegen, um demgemäß über die noch et-waige Fortdauer des Credits, soweit derselbe auch dann noch nicht erschöpft seinsollte, Beschlußnahme fassen zu können. Aus der Denkschrift, mit welcher dieserneue Gesetzentwurf begleitet wird, erfahren wir, daß im Jahre 1854 von dieserAnleihe 4,350725 Thaler für Verstärkung der Kriegsbereitschaft gebraucht sind, daßferner im Jahre 1855 überhaupt auf diesen Credit 10,420457 Thaler angewiesensind, und zwar 4,600000 Thaler in monatlichen Raten als fortlaufende Kosten zurVerpflegung der verstärkten Menschen- und Pfcrdezahl (bei überdies um 40—60°/»gestiegenen Preisen der Lebensbedürfnisse und des Futters) und 5,790457 Thaler-für Anschaffung von Miniebüchsen, Umänderung derZündnadelgewehre, Vermehrungdes Artilleriematerials, Verstärkung der Fonds zum Festungsbau. Es steht mithinnoch in diesem Augenblick von der bereits vollständig realisirten Anleihe die Summevon 15,078818 Thalern zur bereitesten Verfügung, und da überdies noch aus demVerkauf der jetzt zur Verstärkung der Artillerie und Cavalerie nicht mehr gebrauch-ten Pferde 748765 Thaler gelöst sind, so wächst diese Dispositionssumme bis aus15,827583 Thaler, welche außerhalb des Etats für 1856 nöthigenfalls verausgabtwerden könnte.

Aber die Verzinsung und Tilgung dieser beiden Anleihen hat bereits vom I.Ock1854 ihren Anfang genommen, und also auch von diesem Zeitraume ab die Ver-stärkung der Dotationen verlangt. Diese Anleihen bilden inzwischen auch den Schluß-stein der gegenwärtigen „Staatsschuld für die unmittelbare Staatsverwaltung, sodaßhier füglich eine neue Übersicht der gesammten Staatsschuld passend erscheint. Sibnahm nach dem Budget für 1855 folgenden Standpunkt ein:

Verzinsliche. Carilal: Zinsbetrag:

1) Consolidirte Staatsschuldscheine zu 3/2 V» - 99,641900 3,487466

2) Freiwillige Anleihe von 1848 zu 4-/2 7» *) . 9,224380 415096

3) . Anleihe vom Zahre 1850 zu 4-/, 7, ... 17,224800 775116

4) Anleihe vom Zahre 1852 zu 4'/, 7 , ... 15,496000 697320

5) Anleihe vom Zahre 1853 zu 4 .... 4,946500 197860

6) Anleihe vom Zahre 1854 zu 4'/, 7° - - - 15,000000 675000

7) Prämienanleihe vom Zahre 1854 zu 3/2 7»

und 1 7» für die Prämien. 15,000000 675000

8) Cantionen zu 4 °/> **).. . 6,940000 277600

9) Prämien und Anleihe der Seehandlung aus

dem Zahre 1832 . . 2,359938 117997

10) Foderungen der Witwenkaffen. 1,073400 44766

11) Provinzielle Staatsschulden zu 3 und 3'/- 7o 6,112995 165354

12) Obligationen der Riederschlesisch - Märkischen

Eisenbahn zu 4 und 5 7.. 18,906388 766819

L-ihrl. Tilgung:

1,809173 Thaler.178490 „

214884 „

182680 „52140 „

150000 „

150000 „

740003 „289966 ",117988 „

Zusammen 211,926271 8,295394 3,885324 Thaler.

L. Unverzinsliche.

13) Kassenanweisungen. 30,842347 — — „

14) An Renten für die Rentenbanken zur Er-

leichterung des Ablösungsgeschäfts ... — 270103 — . „

Generalsumme 242,768618 8,565497 3,885324 Thal«-

*) Die Zinsen für die Freiwillige Anleihe sind im Zahre 1851 von 5 auf 4 7 7» herabgesetzt,worden, nachdem eine gesetzmäßige Halbjährige Kündigung für diejenigen Anleihcr vorausgegan-gen war, welche das Capital zu dem erniedrigten Zinsfüße nicht belassen und den Nominal-betrag baar zurückgezahlt haben wollten.

**) Unter diesen Cautionen sind nicht nur die der finanziellen Beamten, sondern auch die ^der Herausgeber von Zeitungen und Zeitschriften mithegriffen, welche nach dem Preßgesetze ^aus dem Zahre 1851 Cautionen zu stellen verpflichtet sind. Aus diesem Grunde ist vorzüg-