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Die Industrieausstellungen»
der Industrie seit der von 1839. Die Metalle werden in weit größerm Maßeund weit billiger producirt. Der Dampfmaschinenbau hat den Bezug englischerMaschinen »«nöthig gemacht. Der Locomokivenbau hat das Vorurkheil zu besiegengewußt und vollkommen Wurzel gefaßt; die ursprünglich englischen Constructionensind auf mannichfaltige Weise umgestaltet und verbessert. Unter den großen Maschinenzeichnen sich die von Derosne und Cail aus. Unter den großen Eisenwerken undMaschinenfabriken nimmt Creusot, das französische Seraing, den ersten Rang ein;alle Umstände vereinigen sich dort/ um dem Ort einen europäischen Ruhm zu sichern: i
der Steinkohlenbau, die Erzeugung von gegen 400 Centnern Roheisen pro Tag invier Hohöfen und 16000 Centnern Schmiedeeisen pro Monat, sowie der ausgedehnteMaschinenbau. Zn dem Dampfhammer ist eine vortreffliche Anwendung von derKraft des Dampfes zur Bewegung eines Eisenhammers gemacht. Die Bronze-fabrikation zeigt weniger Schaustücke als besonders Artikel für bedeutenden Absatz,in welchen, selbst in den einfachsten Gebrauchsgegenstandcn, Kunst und guter Ge-schmack vorherrschen; diese Fabrikation beschäftigt an 6000 Arbeiter. Ein wichtigerFortschritt ist die galvanische Vergoldung, welche die Feuervergoldung, wegen der sichdabei verbreitenden Quecksilberdämpfe vom nachtheiligsten Einflüsse auf die Gesund-heit der Arbeiter, fortan theilweise erseht. In Bezug auf die Möbelfabrikation !
hatten die Juryberichte der vorhergehenden Ausstellungen sich gegen die Verzerrungenereifert, welche in den Formen und Verzierungen der Möbeln auftraten. Wennauch bei der Ausstellung des Jahres 1844 die Formen im Ganzen keine Bewun- ^
derung verdienten, so mußte doch hervorgehoben werden, daß durch die Nachahmung !
der Hausgeräthe im Stil der Renaissance und der Zeit Ludwig's XIV. der Technik ^
ein großer Vorschub geleistet war. Die Schnitzarbeit war bedeutend vervollkommnet,Schwierigkeiten in der Gestaltung des' Holzes waren geschickt überwunden, die ein-gelegte Arbeit war vervollkommnet und die Anwendung des Silbers und des Kupfers h
in verschiedenen Farben zur höchsten Vollkommenheit gediehen. Die ausgestellten land- >
wirthschaftlichen Gerüche zeugen von dem Fortschritt der französischen Landwirthschaft, l
Die Linnenindustrie zeigte unter einem angemessenen Schutze sichtbare Fortschritte aus.
Die mechanische Flachsspinnerei hatte eine enorme Umwandlung hervorgebracht, undwenngleich die Maschinengespinnste noch theilweise aus England bezogen werden muß-ten, so lag doch der Beweis vor, daß auch in diesem Zweige die Abhängigkeit vonEngland bald verschwinden würde. Der Zeugdruck und die Erzeugung von buntengemusterten Geweben aller Art hatte einen hohen Grad von Ausbildung erreicht. ImJahre 1837 beschäftigten 16 Zeugdruckereien in Mühlhausen 6860 Arbeiter und produ-cirten 96,480750 Meter bedruckte Zeuge; im Jahre 1843 14 Druckereien mit 5996 !
Arbeitern eine Gesammtlänge von 275,670000 Metern. Im Jahre 1837 kamen auf !
einen Arbeiter 1391 Meter, im Jahre 1843 aber 4597 Meter. Das Geschäftmit Seidenwaaren hatte in den letzten Jahren viele Schwankungen erfahren, welche ^
nicht günstig auf die lyoner Gewerbe wirkten. Bei den Seidenwaaren beanspruchtedas Rohmaterial zwei Drittheile des Werthes; infolge der der französischen Industriezugestoßenen Handels- und Geschä'ftsunfälle veranschlagte man die Abnahme der Aus-fuhr für lyoner Erzeugnisse in den Jahren 1841 und 1842 auf 60 Millionen Francs,sodaß also etwa 16 Millionen Francs den armen Seidenarbeikern weniger zugekommenwaren. Die Porzellanfabrikatisn hatte sich gehoben, die Porzellanmalerei war durch ^die Erfindung zahlreicher Musselfarbcn bereichert worden. ^
Es ist bemerkenswerth, wie schon bei den Verhandlungen der Jury über die Aus-stellung von 1844 der Wunsch ausgesprochen wurde, daß von der französischen Regierungeine allgemeine Industrieausstellung veranstaltet werden möge. Indessen glaubte manvhne öffentliche Geldmittel der Sache keinen Fortgang verschaffen zu können, unddie Staatsgewalt hatte Bedenken, dergleichen in Aussicht zu stellen. „Es wurde",sagt Blanqui, „der Gedanke der allgemeinen Industrieausstellung schon bei sei-nem Entstehen durch ein System erstickt, welches behauptet, daß ein großes Land ^wie Frankreich, wo das Volk die Regierung alle 15 Jahre wechselt und, wenn