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Zwöflter Band.
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Die Industrieausstellungen.

nun aus Blut dargestellt zum Verdicken der Farben in der Zeugdruckerei als beson-ders bemerkcnswerth hervorgehoben werden. Unter den neuen Fabrikaten der Thon-waarenindustrie standen die Drainrohren obenan.

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Anzahl der Aussteller und derertheilten Auszeichnungen der elf zu Paris abgehaltenen IndustrieausstellungenFrankreichs von 1798 —1849.

AuSstcllungsjahr:

Drt dcr Ausstellung:

der Aussteller

Anzahl

: dcr Auszeichnungen:

1798 (Jahr VI)

Marsseld.

110

23

1801 (Jahr IX)

Louvre.

129

80

1802 (Jahr X)

Louvre.

540

254

1806 (Jahr XIV)

Jnvalidenplah.

1422

610

1819

Louvre .

1662

869

1823

Louvre.

1642

1091

1827

Louvre.

1695

1254

1834

Place de la Concorde

2447

1785

1839

Champs Elyse'es . . . .

3281

5305

1844

„ ,,

3960

3253

1849

„ „

4532

3738.

Die Ausstellungen des Zollvereins und Östreichs im Allgemeinem

Eine auf eigene Beobachtung der Gewerbeerzeugnisse gestutzte Kenntniß derIndustrie Deutschlands konnte früher nur auf den Messen und Jahrmärkten, inden Läden und Magazinen der Kaufleute, und auch hier nur unvollständig undlückenhaft erlangt werden. Die Vereinigung der wichtigern Jndustrieerzeugnisse einesLandes unmittelbar aus den Händen der Producenten, verbunden mit Angabenüber die Rohmaterialien, deren Verarbeitung und die Preise der Waaren,ohne Rücksicht auf deren sofortigen Verkauf, wie sie die Industrieausstellung bezweckt,stellt die Leistungen der Erwerbsthätigkeit dem Konsumenten und Techniker weitdeutlicher und entschiedener vor Augen, als es auf den Messen und Jahrmärkten derFall ist, wo der Kaufmann den Ursprung der Waaren in vielen Fällen geheimzu-halten sucht. Der unbestritten günstige Einfluß der Industrieausstellungen auf dieFortschritte der Industrie Frankreichs veranlaßte daher auch die Regierungen Deutsch-lands und die Gewcrbevereine, derartige Ausstellungen zu veranstalten. Wie aber inDeutschland alle Bestrebungen, selbst die bestgemeinten, sich leicht vereinzeln und derParticularismus sich in Allem gern geltend macht, so gab es auch bald kaum irgend-eine Residenz, eine größere Handels ° oder Fabrikstadt, die nicht zu irgendeinem Zwecke,bei irgendeiner Gelegenheit ihre Gewerbserzeugnisse ausgestellt hätte. Einige dieserAusstellungen waren bei der bloßen Zusammenbringung und Zugänglichmachung derErzeugnisse oder einzelner Gattungen derselben stehen geblieben; mit andern hatteman eine Beurtheilung und Auszeichnung der vorzüglichern Leistungen verbunden.

Preußen hielt die ersten Gewerbeausstellungen in Berlin in den Jahren 1822und 1827- Bei der ersten hatten sich 176 Aussteller, vorzüglich aus den Pro-vinzen Brandenburg, Schlesien und der Rheinprovinz betheiligt und 998 Aus-stellungsgegenstände eingesendet. Im Jahre 1827 stieg die Zahl der Aussteller auf208 und die der Gegenstände auf 1659. Von den Ausstellern gehörten den ProvinzenBrandenburg 103, Westfalen 19, Sachsen 21, Schlesien 9, Pommern, Preußenund Posen 6, der Rheinprovinz 43, Neufchatel 7 an. Diese beiden Ausstellungengaben aber keineswegs ein Bild davon, was der Gewerbfleiß Preußens in der da-maligen Zeit zu leisten vermochte, da in der That nur die Fabrikation von Berlinin einiger Vollständigkeit vertreten war. Außer den allgemeinen Ausstellungen despreußischen Staats wurden aber auch viele Provinzialausstellungen durch die Gewerbe-vereine veranstaltet, so zu Aachen, Koblenz, Düsseldorf, Köln, Magdeburg, Erfurt,Breslau, Berlin, Königsberg, Görlitz u. s. w.