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Zwöflter Band.
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Die Industrieausstellungen.

gefertigt. Von den übrigen Metallen der Ausstellung sc! noch das Zink erwähnt,dessen Anwendung immer mannichfaltiger wird, seitdem man nicht nur aus Galmei,sondern auch aus der Zinkblende das Zink darzustellen und es zu hämmern, zuwalzen, zu Draht auszuziehen, zu getriebenen Arbeiten' zu verwenden und unter demHammer gleich dem Stahl zu polircn versteht.

Die Betheiligung der chemischen Fabriken war nicht eine dergrtige, daß dieAusstellung ein Bild von der chemischen Industrie Deutschlands hätte gewähren kön-nen; es zeigte sich jedoch, wie sehr diese Industrie im Aufblühen begriffen ist, unddaß man sich wol der Hoffnung hingeben könne, es werde sich die chemische Fabri-kation Deutschlands von der des Auslandes völlig unabhängig machen. Die Ma-'schinensabrikation war in ihrer Vertretung auf der Ausstellung als eine befriedigendezu erachten, wenn man dabei die ungünstigen Bedingungen in Betracht zieht, diesich der Erzielung einer geographischen und systematischen Vollständigkeit entgegen-stellen. „Zunächst", sagt Professor Hülße, „beschäftigt sich der große Maschi-nenbau mit Ausführungen, welche wegen ihres Zusammenhangs mit immobilen Bau-werken und wegen, ihrer Größe sich der Ausstellung am andern Orte gänzlich ent-ziehen. Andere Producte des Maschinenbaus verursachen durch größeres Gewichtgrößere Transportkosten und durch die mit der Aufstellung verbundene Mühe größernAufwand als viele andere Gegenstände, Ausgaben, welche, da sie mit größerer Ent-fernung der Ausstellungsorte vom Producenten wachsen, bewirken müssen, daß hier nureine Vollständigkeit mehr innerhalb eines kleinen Umkreises um den Ausstellungsorterzielt wird. Die wandernden Ausstellungen Deutschlands geben daher erst in ihrerZusammenfassung, ein vollständiges Bild der Entwickelung des Maschinenbaus, beiwelchem aber dem Beurtheiler die Mühe bleibt, wegen der mangelnden Gleichzeitig-keit das frühere Bild der nicht vollständig vertretenen Orte zum Standpunkte derspäter noch eingetretenen Entwickelung zu ergänzen." Die Entwickelung der Dampf-maschinenmechanik hat seit der berliner Ausstellung mächtige Fortschritte gemacht- so-daß es jetzt als eine durch besondere Verhältnisse bedingte Ausnahme zu betrachtenIst, wenn in Deutschland eine ausländische Dampfmaschine zur Verwendung kommt.Die deutsche Eisenbahnstatistik für das Jahr 1852 weist nach, daß am Ende. diesesJahres auf 16 Eisenbahnen unter den 1293 Locomotiven 839 deutsche und östrei-chische waren. Die ausgestellten Spinn- und Webemaschinen gaben Chemnitz alsden eigentlichen Centralpunkt für die deutsche Spinnereimechanik zu erkennen. Unterden ausgestellten Buchdruckmaschinen nahm die von König und Bauer hergestelltesechsfache Schnellpresse, unter den Münzpragmaschinen die von Uhlhorn in Greven--broich die erste Stelle ein. Die hohe Stufe, auf welcher die Fabrikation der musi-kalischen, physikalischen uud chirurgischen Instrumente in Deutschland steht, zeigtenauch die ausgestellten Gegenstände dieser Gruppe. Die Leinenindustrie war mitAusnahme der schlesischen aus allen Gegenden ziemlich gleichförmig vertreten. Konnteman zwar nicht behaupten, daß seit den letzten Ausstellungen große Fortschritte ge-macht worden seien, so war doch ein Streben bemerklich, und zwar solcher Art, daß-es die Hoffnung von neuem hob, es werde der deutschen Leinenindustrie ge-lingen, das verlorene Feld wiederzuerobern. In der Leinweberei zeigten sich Fort-schritte in der Verwendung von Maschinengarn; die Bleiche und die Appretur ließendagegen, was glatte Leinen betraf, Manches zu wünschen übrig. Die Baumwoll-spinnerei hat in Süddeutschland in den letzten Jahren sehr bedeutende Fortschrittegemacht, und zwar besonders in Combination mit mechanischer Weberei. Die We-berei der Orleans, Lastings, Mohairs, des plüschartigen Moleskins u. s. w. — ur-sprünglich englisch — zeigten sich als' für Deutschland gewonnene Industriezweige.Die Tuchfabrikation nimmt in Deutschland infolge des Jneinandergreifens der Spin-nerei, Weberei und Appretur einen hohen Rang ein. In den ordinärsten Tüchernstand Kirchberg in Sachsen und Bistritz in Mähren an der Spitze; diesen schlössensich die Mitteltuche von Südwestdeutschland und Östreichisch-Schlesien an. In mit-telfeinen Tuchen bewahrten Sachsen, Schlesien und Neichenberg in Böhmen ihren