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den Gedankens näher, daß die Menschheit ein großes, eng verbundenes Ganze undalle Völker untereinander Bruder seien. Darum wünschen wir aus voller Überzeugung,daß diese festlichen Gelegenheiten, diese Verbrüderungsfeste der Nationen sich wieder-holen mögen zum Wohle des Einzelnen, zum Segen des Ganzen.
Sollen aber die Ausstellungen ihren wesentlichen Charakter nicht einbüßen, somüssen sie voneinander durch solche Zeiträume getrennt sein, daß das Auftauchenneuer Kräfte und neuer Erfindungen, das Wahrnehmen bedeutender Fortschrittemöglich wird. Veranstaltete z. B. jeder größere Staat oder jede Staatengruppe allefünf Jahre eine Landesausstellung gewissermaßen als Probe, welcher in Zeitabschnit-ten von etwa zehn Jahre» eine Weltausstellung in einer der Metropolen der civilisirtenWelt folgte, so müßte der Zweck der Ausstellungen nur um so sicherer erreicht werden.
Das Gold,
eine geschichtliche und volkswirthschastliche Skizze.
„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch Alles!"
I. Zur Geschichte des Goldes.
1) Jsraeliten und andere orientalische Völker.
^)old ist dasjenige unter den Metallen, welches aller Wahrscheinlichkeit nach zuerstdie Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gezogen hat und gesammelt worden ist.Da Gold so vielerwärts in den verschiedensten Gegenden der Erde vorkommt, wennauch fast immer nur in verhältnißmäßig kleinen Theilchen und auch diese sehr un-gleich vertheilt; da es ferner vorzugsweise in gediegenem Zustande und ganz nahean der Oberfläche des Bodens angetroffen wird; da es außerdem vor allen sonstigenStoffen sich durch seine eigenthümliche glänzende Farbe und seine specifische Schwereauszeichnet, so müßte es in der That auffallen, wenn die frühere Bekanntschaft ir-gendeines andern Metalls nachzuweisen wäre als die des Goldes. Dies ist auchnicht der.Fall. Wie man noch späterhin bei den Eingeborenen neuentdeckter Länder,die auf der untersten Stufe der Cultur standen und mit sonstigen Metallen unbe-kannt waren, doch das Gold schon als Schmuck oder selbst zu einzelnen einfachenWerkzeugen tz. B. Fischangeln) zugerichtet vorgefunden hat, so deuten auch die ge-schichtlichen Überlieferungen auf uralte Kenntniß und Hochschätzung des Goldes.Gleich im zweiten Capitel der „Genesis" wird von dem zuerst genannten der vierHauptwasser, in welche sich der von Eden ausgehende Strom theile, dem Pison,erwähnt: „Es fließt um das ganze Land Hevila, und daselbst findet man Gold unddas Gold des Landes ist köstlich." Welcher Fluß unter dem Pison, welches Landunter Hevila bei diesem geographischen System gedacht worden, wollen wir unerör-tept lassen; allein soviel läßt sich aus der Art der Erwähnung schließen, daß manzyr Zeit der Aufzeichnung derselben bereits auf die verschiedene Feinheit des Goldeszu achten angefangen hatte.
Aus demselben Buche Mosis ersehen wir ferner, daß bei den orientalischenVölkern bereits in frühester Zeit Gold nicht blos als Gegenstand des Schmuckes,sondern, was von so wesentlicher Bedeutung, zugleich als ein wichtiger Bestandtheil
Äer Verfasser dieses Artikels ist Dr. Adolf Soetbeer in Hamburg.
D. Red.