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Zwöflter Band.
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Das Gold.

Goldproduction Amerikas als nur sehr unbedeutend gelten und nur geringen Einflußauf die allgemeinen Verkehrsverhältnisse geäußert haben kann.

Die starke und nachhaltige Einwirkung der amerikanischen Edelmetallproductionauf die Preise im Allgemeinen und die sich so vielseitig daran knüpfenden sonstigenVerhältnisse datiren nicht einmal eigentlich von der Eroberung Mexicos und Perusan und den dort erbeuteten Schätzen, sondern vornehmlich erst von der seit demJahre 1557 in Anwendung gebrachten wesentlich wohlfeiler« Silbergewinnung mit-tels Amalgamation. Wir haben indessen in dieser Abhandlung uns nicht mit dencdeln Metallen überhaupt, sondern mit dem Golde zu beschäftigen, und über dieWcrthrelation der beiden edeln Metalle wird später noch besonders zu sprechen sein.Deshalb gehen wir auf die Entwickelung der großartigen Silberproduction des spani-schen Amerika nicht weiter, ein, als durchaus des Zusammenhangs wegen nothwendigerscheint, und wollen vorzugsweise nur über die dortige Goldgewinnung die uns amzuverlässigsten erscheinenden Notizen und Schätzungen vorlegen.

Mexico. Bei der Plünderung durch die spanischen Eroberer sollen an Gold2360 Mark erbeutet sein. In der Zeit vor der Eroberung bis 1690 läßt sich derErtrag an Edelmetall in Mexico nur ganz vage veranschlagen, da hierüber selbstnicht die sonst einen Anhalt gebenden Münzregister bekannt sind; noch weniger alsoläßt sich speciell der Goldbetrag mit einiger Bestimmtheit ermitteln. Im Allgemei-nen wird man jedoch annehmen dürfen, daß in Mexico das Verhältniß der Gold-zur Silbergewinnung im Ganzen und Großen ziemlich gleich geblieben ist, weil dergrößte Theil des von dort gekommenen Goldes nicht selbständig, sondern nebenherdurch Ausscheidung aus den Silbererzen genommen wird, was insbesondere von denZMinen von Guanaxuato und Guadelupe y Calvo gilt. Nur in der Provinz So-nor« wird ziemlich viel Gold auch unmittelbar gewonnen.

In dem Zeitraum von 1521 —1803 ist die mexicanische Goldproduction nachHumboldt's Schätzung zu veranschlagen auf 79,000000 Piaster gegen eine gleich-zeitige Silberproduction von 1948,952000 Piaster. Die Gold- und Silberaus-münzung in Mexico in den Jahren 1804—48 wird angegeben wie folgt:

G°ld! Silber:

1804—10: 9,181767 Piaster, 159,247937 Piaster.

1811—29: 9,187044 „ 191,331930 „

1830 — 40: 7,076292 „ 105,251446 „

1841—48: 6,399982 „ 105,790185 „

Für diejenigen Beträge, welche nicht registrirt sind, nimmt man nach approximativerSchätzung an für Silber ein Fünftel und für Gold, welches natürlich viel leichter derControle sich entzieht, fünf Achtel der registrirten Summen. Unter Berücksichtigungdieses Zuschlags schätzt Danson für die 45 Jahre 1804—48 die Production Mexicosan Gold: 84,920225 Piaster (durchschnittlich pro Jahr 1,900000 Piaster),

„ Silber: 702,026872 „ „ „ „ 15,600000 „

Hierbei wird nämlich nach der Ansicht Duport's, welcher ein gründliches Werk überdie Edelmetallproduction in Mexico verfaßt hat, vorausgesetzt, daß man durchschnitt-lich die dortige Goldproduction dem Werthbetrage nach auf etwa den achten Theil(12'/r°/>) der Silberausbeute veranschlagen könne. Dagegen ist von Nichthosen inseinem Werke über Mexico der Ansicht, daß die dortige Goldproduction 4°/» der gleich-zeitigen Silberproduction nicht übersteige, wonach natürlich für die obige Angabe eineModifikation eintreten würde.

Der letztgenannte Verfasser theilt eine zu Anfang des Jahres 1854 nach amt-lichen Quellen von, dem damaligen Unterstaatssecretär Don Miguel Lerda de Tejadazusammengestellte Übersicht mit, welche die überhaupt bis zum Jahre 1852 einschließ-lich in Mexico producirten edeln Metalle begreift. Das Resultat dieser officiellen Er-mittelung ist folgendes. Es wurden während des gedachten Zeitraums geprägt: