Band 
Zwöflter Band.
Seite
563
JPEG-Download
 

Das Gold.

rd

a-

nd

es

m

on

hs

iß,

en

i>ei

im

in

>m

nz

rie

en

ist

w-

nz

mf

1t°

)er

ist

nn

die

ere

ch,

)es

che

die

nie

>en

)er

des

^es-

en-

>nd

ird

Li-

des

Ite-

563

Goldpreis in Hamburg und danach berechnete Wertyrelation der edeln Metalle

von 1687 —1880.

Jahre.

Niedrigster GoldpreisBanco pro Mark fein.

Höchster GoldpreisBanco pro Mark fein.

Durchschnittspreis desGoldes

Banco pro Mark fein.

DurchschnittlicheWertbrelation' desGoldes zum SilberMark Goldgegen Mark Silber.

Mark Banco.

Schilling.

Mark Banco.

Schilling.

Mark Banco.

Schilling.

1687—1690

404

6

419

13

415

10

1:11,9s

1691—1760

406

7

428

—

415

4

14,96

1701-1710

410

9

433

2

423

14

15,27

1711-1720

412

10

427

—

420

8

15,, s

1721—1730

427

—

409

8

418

10

15,gs

1731—1710

410

9

430

1

418

15

15,g7

1741-1750

395

2

427

—

414

6

14 , 9 z

1751—1760

(386

15)

(414)

—

405

—

11,S9

1761—1770

392

1

417

--

410

—

11,70

1771-1780

399

4

417

12

406

5

14,64

1781—1790

386

15

423

14

409

10

11,7 s

1791-1800

408

8

450

9

427

14

15,42

1801-1810

413

10

466

7

433

2

15,S!

1811-1820

411

15

467

1

430

7

15,51

1821—1830

424

7

449

9

438

6

15,80

1831—1840

422

—

441

9

434

13

15,z7

1841—1850

417

441

433

14

15,84-

Wir ersehen aus dieser Zusammenstellung, daß die bis dahin seit mehren Jahr-zehnden bemerkbar gewesene anhaltende Steigerung des Goldwerths in den letzten14 Jahren des 17. Jahrhunderts zu einem gewissen Stillstand gekommen war;die durchschnittliche Werthrelation in den einzelnen Jahren hält sich hin- und her-schwankend zwischen 1 :14,M und 13, 20 . Es erklärt sich dies Aushören im Steigendes Goldwerths vornehmlich aus der Einwirkung des gerade damals lebhafter ge-wordenen Handels mit Ostasien, welcher mehr und mehr einen ansehnlichen Theilder Piastersendungen aus dem spanischen Amerika zum Ankauf ostindischer und chine-sischer Erzeugnisse in Anspruch nahm und außerdem im Austausch gegen SilberGold nach Europa brachte, da dieses Metall, wie vorhin schon aus dem gleichzeitigenBerichte Newton's erwähnt, im östlichen Asien zu jener Zeit auffallend niedriger imWerthe gegen Silber stand als in den europäischen Ländern.

Diese Differenz der Werthrelatiou der edeln Metalle in Asien und Europa mußteindessen insolge der Ausgleichung bei zunehmendem Handel bald geringer werden,und als die Silberproduction in Amerika durch Bearbeitung neuer reichhaltiger me-xicanischer Minen bald wieder einen beträchtlichen Aufschwung nahm, so trat auchnach der kurzen Periode eines verhältnismäßigen Stillstandes in den Jahren von

1701—36 aufs neue eine allmälige Steigerung des Goldpreises ein, jedoch bei weitem

nicht in dem Grade wie im 17. Jahrhundert. Vorn Jahre 1736 an hört indessenfür einen größer» Zeitraum, nämlich bis zum Jahre 1794, im Ganzen genommen,jede Werthsteigerung des Goldes auf, es zeigt sich sogar im Durchschnitt ein gerin-ges Sinken des Goldwerthes. Der Grund hiervon war hauptsächlich die brasilischeGoldgewinnung, welche sich in den Jahren 1740—60 am ergiebigsten erwies. DieEinwirkung der Goldzuflüsse aus Brasilien nach Portugal und von da nach demübrigen Europa war so mächtig, daß zu einer Zeit, im Jahre 1749, die Werthre-lation des Goldes zum Silber sogar wieder bis auf 1 :13,S4 sank. Der Werth desGoldes würde vermuthlich noch mehr gefallen sein, wenn nicht durch die seit An-fang des 18. Jahrhunderts in England vorherrschend gewordene Goldwährung einebeträchtliche und nachhaltige Nachfrage nach Gold entstanden wäre.

Vom Jahre 1794 an bis 1813 findet dann wieder ein merkliches Steigen des

36*