Das Gold.
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Goldpreis in Hamburg und danach berechnete Wertyrelation der edeln Metalle
von 1687 —1880.
Jahre.
Niedrigster GoldpreisBanco pro Mark fein.
Höchster GoldpreisBanco pro Mark fein.
Durchschnittspreis desGoldes
Banco pro Mark fein.
DurchschnittlicheWertbrelation' desGoldes zum SilberMark Goldgegen Mark Silber.
Mark Banco.
Schilling.
Mark Banco.
Schilling.
Mark Banco.
Schilling.
1687—1690
404
6
419
13
415
10
1:11,9s
1691—1760
406
7
428
—
415
4
14,96
1701-1710
410
9
433
2
423
14
15,27
1711-1720
412
10
427
—
420
8
15,, s
1721—1730
427
—
409
8
418
10
15,gs
1731—1710
410
9
430
1
418
15
15,g7
1741-1750
395
2
427
—
414
6
14 , 9 z
1751—1760
(386
15)
(414)
—
405
—
11,S9
1761—1770
392
1
417
--
410
—
11,70
1771-1780
399
4
417
12
406
5
14,64
1781—1790
386
15
423
14
409
10
11,7 s
1791-1800
408
8
450
9
427
14
15,42
1801-1810
413
10
466
7
433
2
15,S!
1811-1820
411
15
467
1
430
7
15,51
1821—1830
424
7
449
9
438
6
15,80
1831—1840
422
—
441
9
434
13
15,z7
1841—1850
417
441
433
14
15,84-
Wir ersehen aus dieser Zusammenstellung, daß die bis dahin seit mehren Jahr-zehnden bemerkbar gewesene anhaltende Steigerung des Goldwerths in den letzten14 Jahren des 17. Jahrhunderts zu einem gewissen Stillstand gekommen war;die durchschnittliche Werthrelation in den einzelnen Jahren hält sich hin- und her-schwankend zwischen 1 :14,M und 13, 20 . Es erklärt sich dies Aushören im Steigendes Goldwerths vornehmlich aus der Einwirkung des gerade damals lebhafter ge-wordenen Handels mit Ostasien, welcher mehr und mehr einen ansehnlichen Theilder Piastersendungen aus dem spanischen Amerika zum Ankauf ostindischer und chine-sischer Erzeugnisse in Anspruch nahm und außerdem im Austausch gegen SilberGold nach Europa brachte, da dieses Metall, wie vorhin schon aus dem gleichzeitigenBerichte Newton's erwähnt, im östlichen Asien zu jener Zeit auffallend niedriger imWerthe gegen Silber stand als in den europäischen Ländern.
Diese Differenz der Werthrelatiou der edeln Metalle in Asien und Europa mußteindessen insolge der Ausgleichung bei zunehmendem Handel bald geringer werden,und als die Silberproduction in Amerika durch Bearbeitung neuer reichhaltiger me-xicanischer Minen bald wieder einen beträchtlichen Aufschwung nahm, so trat auchnach der kurzen Periode eines verhältnismäßigen Stillstandes in den Jahren von
1701—36 aufs neue eine allmälige Steigerung des Goldpreises ein, jedoch bei weitem
nicht in dem Grade wie im 17. Jahrhundert. Vorn Jahre 1736 an hört indessenfür einen größer» Zeitraum, nämlich bis zum Jahre 1794, im Ganzen genommen,jede Werthsteigerung des Goldes auf, es zeigt sich sogar im Durchschnitt ein gerin-ges Sinken des Goldwerthes. Der Grund hiervon war hauptsächlich die brasilischeGoldgewinnung, welche sich in den Jahren 1740—60 am ergiebigsten erwies. DieEinwirkung der Goldzuflüsse aus Brasilien nach Portugal und von da nach demübrigen Europa war so mächtig, daß zu einer Zeit, im Jahre 1749, die Werthre-lation des Goldes zum Silber sogar wieder bis auf 1 :13,S4 sank. Der Werth desGoldes würde vermuthlich noch mehr gefallen sein, wenn nicht durch die seit An-fang des 18. Jahrhunderts in England vorherrschend gewordene Goldwährung einebeträchtliche und nachhaltige Nachfrage nach Gold entstanden wäre.
Vom Jahre 1794 an bis 1813 findet dann wieder ein merkliches Steigen des
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