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Zwöflter Band.
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578 Das Gold.

verbundenen hypothekarischen Gläubiger, Diejenigen, welche ihr Geld auf Leibrentenausgeliehen haben u. s. w. Auch Frankreich im Ganzen wird in gewisser Beziehungzu den Verlierenden gehören. Nimmt man an, daß Frankreich beim Beginn derKrisis 2000 Millionen Francs in Silbermünze gehabt hat — und dies ist hierfürdie allermaßigste Annahme — und daß die Substitution des Goldes an die Stelledes Silbers, ungeachtet aller von den Bankiers angewandten Thätigkeit, nur indem Verhältniß von drei Viertel vor sich gehe, sodaß 300 Millionen Francs Silberzurückbleiben, so wird das Land nach Abschluß der Rechnung (nach jetziger Werth-relation) 6,780000 Kilogramm sein Silber gegen 435000 Kilogramm sein Goldvertauscht haben, dieses Gold wird aber dann um die Hälfte weniger werth sein undFrankreich durch den Tausch einen reinen Verlust von etwa 750 Millionen Francserfahren haben." — „Außer diese-n schließlichen Ergebnissen einer Werthverringerungdes Goldes, wenn das bisherige Münzsystem beibehalten wird, hat man aber auchnoch besonders die vielfachen und wesentlichen Unzuträglichkeiten des Übergangs insAuge zu fassen. Diese bestehen hauptsächlich darin, daß es während der Übergangs-periode an jedem nur einigermaßen zuverlässigen Maßstabe fehlen wird, um zu be-stimmen, welches Opfer Dieser oder Jener zu einer gegebenen Zeit dadurch, erfährtund wie solches nach Billigkeit auszugleichen ist. Nimmt man an, daß der Übergang10 Jahre dauert — vermuthlich wird er längere Zeit in Anspruch nehmen —, sowerden während dieser Zeit die verschiedenen Erzeugnisse des menschlichen Gewerb-fleißes im Preise steigen. Dieses Steigen wird indessen für alle Artikel und Dienstekeineswegs gleichmäßig sein. Am Ende der Periode werden freilich alle Preise sichin gleicher Proportion geändert haben, vorbehaltlich der Unterschiede, welche etwa deranhaltende Fortschritt der Industrie, die Entwickelung des Handels oder die Wirkungder Concurrenz bei diesem und jenem Artikel verursachen. Nach Verlauf von 10Jahren würden (natürlich unter eben erwähntem Vorbehalt) bei jedem Kauf oderVerkauf/bei jeder Vergütung für Dienstleistungen u. s. w., wo jetzt 29 CentigrammGold unter dem Namen von 1 Franc vorkommen, 58 Centigramm Gold oder2 Francs erscheinen. Die Steigerung wird aber, ehe sie diesen gleichmäßigen Graderreicht hak, bei den verschiedenen Arten Waaren und Dienstleistungen ganz ver-schieden und sprungweise eintreten, weil so manche besondere Umstände in den ein-zelnen Fällen dabei in Betracht kommen. Alle Jahre, ja sozusagen alle Tage,müßten die in Geld bestimmten Gehalte und Löhne umgerechnet werden, um derBilligkeit gemäß die eingetretenen' Veränderungen in den verschiedenen Preisen zuberücksichtigen, vom einfachen Tagelöhner und gemeinen Soldaten an bis zum Prä-fecten und Marschall von Frankreich. Diese fortdauernde Ungewißheit und besondersder Umstand, daß erfahrungsmäßig der gewöhnliche Tagelohn am schwierigsten undnur langsam sich den allgemeinen Preisveränderungen anschließt, wird leicht bedenk-liche Unzufriedenheit unter der, großen Masse der arbeitenden Classen hervorrufen."

Allen diesen bedrohlichen Übelständen, meint Chevalier, dessen Aufsätzen (im„lourusl äss Vokals", Mai. 1855) die vorstehenden Andeutungen entnommen sind,werde nur dadurch vorgebeugt, wenn in Frankreich eine förmliche „Emmünzung"(cwmonstisation) des Goldes beliebt würde, sodaß fortan allein die Silberwährunggesetzliche Geltung erhalte und Goldstücke nur als Handelsmünze Umlauf behielten —oder falls es hierzu schon zu spät sei, möge wenigstens der gesetzliche Werth derGoldmünze alle Jahre oder alle sechs Monate in Gemäßheit der Preisnotirung derbeiden edeln Metalle in Paris und einer oder zwei andern großen Handelsplätzendurch eine Verordnung speciell festgesetzt werden, jedenfalls aber die fernere Gold-ausmünzung aufhören.

Diese und manche ähnliche Warnungen haben keinen Erfolg gehabt. Die fran-zösischen Goldausmünzungen haben, wie vorhin angegeben, ihren Fortgang gehabt,und in demselben Verhältniß ist Silber außer Landes gegangen. Welche Motive eshauptsächlich gewesen, welche die Regierung bestimmt haben, auf die Vorschlägewegen Aufhebung des bisherigen Münzsystems nicht einzugehen, haben wir nirgends