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Zwöflter Band.
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Die Photographie.

u. s. w. eintauchte. Da jedoch diese Bereitungsart keine hinreichend dicke undgleichförmige Schicht der empfindlichen Substanz lieferte und letztere auch stets mitdem weißen Chlorfilber gemengt zu sein schien, so versuchte er spater ihre Dar-stellung mit bessern! Erfolge auf galvanischem Wege. Er verbindet die gut polirtemit Silber plattirte Kupfer- oder auch reine Silberplatte mit dein positiven Pole einesoder mehrer Bunsen'schen Elemente, und taucht sie dann in eine Mischung auseinem Theil gewöhnlicher Chlorwasserstoffsäure- (Salzsäure) und acht Theilen Wasser.Als negativer Pol der Säule dient ein Kupfer- oder Platindraht, den er in 3 — 4Zoll Entfernung parallel mit der Silberoberfläche der Platte in der Flüssigkeit gleich-mäßig hin- und herführt. Unter den genannten Umständen entwickelt sich am ne-gativen Pole, also an dem Drahte, Wafferstoffgas, das in Blasen entweicht, wäh-rend an dem positiven Pole, also an der Silberfläche, durch die Zerlegung derChlorwasserstoffsäure Chlor ausgeschieden wird und sich mit dem Silber der Platteverbindet. Aus der Silberplatte entstehen durch die erzeugte dünne Schicht die so-genannten Farben dünner Platten in der Weise, wie sie im durchgehenden Lichteerscheinen und auch beim Absätze der Oxyde aus blanken Metallflächen sich bilden;aus ihnen läßt sich die Gleichförmigkeit der gebildeten Schicht und auch die Dickederselben beurtheilen. Zuerst wird die Oberfläche grau, dann gelblich, dann violettund grün n. s. w. Will man die Bildung der dünnen Schicht nur nach dem Vor-schreiten der Farbe beurtheilen, so führt man die Operation in einem nur sehr schwacherhellten Raume aus und setzt sie, je nach den mit der Platte beabsichtigten Ver-suchen, fort bis zu Farben der dritten, vierten oder fünften Ordnung; durch öfteresAusheben der Platte aus der Flüssigkeit verschafft man sich genaue Kunde von derZunahme der Schicht.

Als Mittel, um auch ohne die Platte anzusehen zu wissen, wann die Chlor-verbindung die gewünschte Djcke gewonnen hat, benutzte Becquerel die Zerlegung desWassers durch den Strom der angewandten Säule. Nach Faraday's Versuchenwerden nämlich alle in verschiedenen Gefäßen befindlichen Substanzen, durch welcheein nnd derselbe elektrische Strom geht, gerade in solcher Menge zersetzt, daß die anbeiden Polen in allen Gesäßen ausgeschiedenen Substanzen genau im Verhältniß ihrerchemischen Äquivalente stehen. Leitet man den Strom, welcher durch das salzsaureWasser gehen und also das Chlor zur Silberplatte führen soll, auch gleichzeitig nochmittels zweier Platinplatten durch destillirtes Wasser, dem man der bessern Leitungwegen etwas Schwefelsäure zugesetzt hat, so wird in dem erstem Gefäße die Chlor-wafferstoffsäure und in dem zweiten das Wasser zerlegt. In beiden Gesäßen ent-wickelt sich an den negativen Drähten oder Platten Wasserstoff, den man in einereingetheilten Glasröhre nach gewöhnlicher Weise auffangen kann; sammelt man denWasserstoff in j^dem der beiden Gefäße (von denen das eine das chlorwasserstoffsaure, dasandere das schwefelsaure Wasser enthält) besonders, so werden die, erhaltenen Voluminanach dem kurz zuvor ausgesprochenen Gesetze genau gleich groß sein. Die Mengedes ausgeschiedenen Wasserstoffs kann nun als Maß für die Menge der durch dieFlüssigkeit gegangenen Elektricität, oder als Maß für den Betrag der in jedem Ge-säße durch dieselbe bewirkten chemischen Zersetzung betrachtet werden. Zur Erkennungder zersetzten Quantitäten genügt aber, wie man sieht, das Auffangen des Wasserstoffsin dem einen Gefäße. Da der in die Chlorwaffersäure eingetauchte Draht bewegtwerden soll, so wird es zweckmäßiger sein, den in dem schwefelsauer« Wasser ent-wickelten Wasserstoff in einer Röhre aufzufangen; gerade soviel wie in diesem Ge-fäße hat sich dann auch in dem andern von diesem Gase entwickelt. Nach demobigen Gesetze muß aber die Menge des ausgeschiedenen und mit der Silberplatke inVerbindung getretenen Chlors zu der des Wasserstoffs in dem Verhältniß ihrer so-genännten Atomgewichte oder chemischen Äquivalente stehen. Gasförmiges Chlor undWafferstoffgas verbinden sich bekanntlich zu gleichen Nanmtheilen miteinander; hätteman also das Chlor in gasförmigem Zustande auffangen können, so würde manebenso viel Chlorgas als Wafferstoffgas erhalten haben. Das Volumen des aus