Krankheiten der Aerzte,
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sie durch das häufige Treppensteigen, da sie nichtselten in hohe Dachstübchen hinaufsteigen miifsten,leicht Brüche bekämen. Allein die Erfahrung hatseine Behauptung nicht bestätigt. Durch Anslek-kuug können die Aerzte leicht manche Krankhei-ten bekommen, als Scharlach, Rölheln,Lustseuche etc.
Der älteste Arzt; in ganz Paris bekam einst ^die Blattern, weil ihm ein r Väteriaeher mit derHand einen Schlag in’s Gesicht gegeben hatte. ■ te *'Alan versicherte mir, dafs ein ausgezeichneter Wund-arzt, in eben dieser Stadt, venerisch wurde und einAuge verlor, in dessen Augapfel beym Oelf-nen einer venerischen Beide Eiter gespritzt war.Accoucheurs bekommen sehr leicht durch Anstek-kung venerische Krankheiten, wenn sie bey vene-rischen Weibern sich über die Schwangerschaltderselben in Kennlnifs setzen oder ihnen Geburts-hülfe leisten wollen und nur das geringste wundeFleckchen am Zeigefinger haben. —
Weit gröfseren Gefahren aber ist das Lebender Aerzte ausgesetzt, wenn epidemische und an-steckende Krankheiten, als Typhus, gelbes Fieberoder Pest grassiren. W T ie oft sieht man da denArzt zugleich mit dem Kranken zur Erde bestat-ten, dem er eben noch seine Kunst und Sorgfaltwidmete. Kaltblütigkeit und Muth sind unter sol-chen gefährlichen Umständen die besten Präservaliv-millel. Didier, Chicoyneau und Bailly, dienach Marseille gesandt wurden, als die Pest da-selbst wüthete, machten sämmtlich die Erfahrung,dafs es eines der sichersten Mittel gegen die An-steckung ist, sich nicht dafür zu fürchten. Siewaren fortwährend in Gefahr, begaben sich zu je-dem Kranken mit der gröbsten Eile und Thälig-keit; beständig umgab sie der Krankengeruch unddennoch entgiengen alle drey der schädlichen Wir-kung dieser Seuche. Auf gleiche Weise blieb derFreylicrr Desgenettes, der die Pestkranken inAegypten besuchte, von der Ansteckung verschont,obgleich er mit. wenig Vorsicht zu Werke gierig.
Er als und trank, so gut die Umstände es erlaub-ten, besonders nahm er häufig geistige Getränke,