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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Fruchtmesser. 223

Laugensalz verdunsten z «''lassen, um den saurenDunst, der sich durch die Stärke verbreitet, zuneutralisiren. —

Krankheiten der Fruchtmesser, Ausheutier undKornsieber.

[Unter allen Getreide-Körnern, besonders un-ter dem Waizen, wenn sie auf Kornböden au (be-wahrt werden, findet sich ein feiner Staub. Die-ser besteht erstens aus den Theilchen, die sicli ab-lösen, wenn das Getreide gedroschen wird, zwey-tens aller mid weit schädlicher, als jener, aus demStaub, der sich ans den lange Zeit aufbewahrtenKörnern absetzt und bildet. Wenn diese nichtganz trocken auf den Boden gekommen sind, wosie auf Haufen zusammengeprefst liegen, so wer-den sie heifs. gerathen in eine gewisse Gährungund lösen sich endlich in Staub auf. Aufserdenitrennen sich fortwährend feine Theilchen von derHülse, welche trocknen und sich vom eigentlichenKorn absondern. Dazu kommt: noch der Staub,der sich entwickelt, wenn das Getreide vom Schorf,oder vom Kornwurm angefressen wird, fernerder Staub vom Getreide-Abfall, Brand, demsogenannten Mutterkorn und andern Krankheitender Körner. So oft die Fruehtmesscr das Getreidefegen müssen, ran es mahlen zu lassen, oder inden Kornmagazinen Getreide zum Verkauf ver-messen, leiden die Kornfeger und Fruohtmesser sosehr von diesem Staub, dafs sie gewöhnlich, wennsie von der Arbeit kommen, ihr Gewerbe verflu-chen, so fühlbar werden ihnen die Hebel, die cs er-zeugt. Die feinen Theilchen dieses Staubes trock-nen ihnen Schlund und Gaumen aus, verstopfendie Alhemcanäle und erzeugen einen äufserst lä-stigen trockenen Husten. Diese Arbeiter haben inder Regel rothe thränende Augen, sind cachec-tisch, leiden an Asthma, Wassersüchten und dergl.und erreichen selten ein hohes Alter. Der Ge-treidestaub ist übrigens, so scharf und ätzend, dafsdie Arbeiter davon ein solches Jucken am ganzen