226 Krankheiten der Täbacksfahrilianten.
bern befallen, die in der Regel gegen das Endedes Sommers in dieser Stadt herrschen. —
[Die Tabaeksfabrikanten müssen sich, so vielnur immer möglich, vor den feinen Staubtheilchenzu verwahren suchen, die bey ihrer Arbeit um-herfliegen. Sie müssen zu dem Ende sich das Ge-sicht mit einem Gazetuche bedecken, oft frischeLuft cinalhmen, sich das Gesicht mit frischemWasser waschen und den Mund mit Essig undWasser ausspülen. Um den Reiz zu vermindern, dender Dunst desTabacks auf dicNerven macht, müssensie Molken, Emulsionen von Melonen, Gerstenti-sane und Reis in Milch gekocht, geniefsen. lneinigen Fällen habe ich Brechmittel verordnet, umden Slaub wieder fortzubringen, den diese Leuteeingeschluckt hatten.] Die Anwendung eines Rauch-fanges mit einem d’Arcet’schen Ziehofen in denWerkstätten würde auch zur Sicherung vor demTabackstaube von Nutzen scyn.
Cadet-Gässicöurt macht die Bemerkung,dafs die Leute, die den Taback reiben, Ge-schmack am Trinken finden, ohne gerade Trun-kenbolde zrt'äeyfi. — ~
[Alle Ahr feie kommen darin überein, dafs derübermafsige Gehttfs des Tabacks der Gesundheitschadet, und dem Leben gefährlich werden kann.Die Bew'eise für diese Behauptung finden sieh inmehreren Schriften. Van Helmont *) tadelt dieGewohnheit des Rauchens und führt dabey an,dafs er einen Magen gesehen, der vom Ta-backsrauch ganz gelb gebeizt war. SimonPauli und Richard Morton**) behaupten, dafsder Tabacksdampf die Lunge austrocknet undSchwindsüchten erzeugt. Theophil ns Bonet ***)erzählt von seinen vielfachen Sectionen, wie er aneiner Menge VonCädavern bewiesen, welche schreck-liche Nachtheile der Rauchtaback sowohl als derSchnupftaback auf Lunge und Gehirn haben.] Die
*) lu custode errante, n* 46 > ac in tract* de Mort* oecas*
**) Quad. bot*, cap. ß f de phth.
***) in suo depilieret* t. JL üb. 4»> scct* ultini.