228 Krankheiten der Parfümeurs.
du reit deren Vertrocknung den Körper _ eines sonothwendigen Nahrnngssaites zu berauben. So weitgeht die Thorheit des Tabackskauens tlnd Bäll-chens, eine Thorheit, die, alles ärztlichen Abra-thens ungeachtet, wahrscheinlich; immer Mode blei-ben wird. —■'
Der Mittel, die man anwendet, Um dem Ge-schmack der verschiedenen Nasen hinsichtlich desSchnupftabacks Genüge zu leisten, sind eine er-staunliche Menge. Es giebt hier Gutschmecker wiebey der Tafel, und der verschiedenen SortenSchnupftabacks sind gewifs nicht weniger, als Ge-würze in der Küche. Man zermalmt den Tabackzu einem inehr oder weniger feinen Pulver, manparfiimirt ihn, oder läfst ihm seinen eigcnthümli-chen Geruch. —
Viele Reisende versichern, das Tabackskancnsowohl als Rauchen sey ein Mittel gegen denHunger und eine grofse Erleichterung, wenn maugrofse Strecken Weges machen müsse, ohne et-was zu geniefsen. Wilhelm Pison behauptet,dafs bey seinen Reisen durch wüste Gegenden dasTabackskauen ihn gegen Müdigkeit und Hunger ge-schützt habe. Auch van Helmont ist dieser Mei-nung. Ich habefastimmerbemerkt,dafsdieTabacks-raucher und Tabackskauer nur selten Appetit zumEssenhaben, eine Folge davon, dafs beydes die Thä-tigkeit des Magens erschlafft, und die Kraft desSpeichels zerstört.] Willis empfiehlt den Tabackfür die Soldaten, als ein Mittel gegen vorkom-menden Mangel an Proviant. Louvois dachtewährend der Eroberung Hollands mehr auf dieVersorgung der Truppen mit Taback als mit Le-bensmitteln. —
Krankheiten der Parfümeurs.
Umgeben von aromatischen Stoffen, welchedie Parfümeurs zerstofsen oder auf diese oder jeneArt verarbeiten, verlieren diese Leute häufig ebenden Sinn, für den sie bey andern Genüsse be-reiten. Die Gewohnheit, die stärksten Gerüche