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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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230
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230 Krankheiten der Konditoren,

erwähnt, dais die Parfümeurs oft Zittern bekämet!und sehr zu Nervenübeln geneigt wären. —

Die Parfümeurs müssen die starken, scharfenStoffe, die pnlverisirt werden sollen 1 / in freyerLuft stofsen und Häute über den Mörser decken.Bäder, erfrischende Getränke, überhaupt gelindeNahrung und Bewegung im Freyten sind diesenLeuten sehr zu empfehlen. Sehr gut würde esseyn, wenn sie alle ihre Arbeiten unter einemSchlotmantel mit einem d’Arcet’sehen Ziehofenverrichteten» —>•'

Krankheiten der Konditoren.

[Zur Zierde der Tafeln und anderem Gebrauchpflegt man sowohl grüne Früchte, als auch man-cherley Fruchtkerne, wie 2. B, Mandeln, Pistazien-und Pinienkerne, Fenchel, Coriander und Santoni-kum ztt überzuckern. So angenehm der Genufsdieser Zuckerwaaren ist, so grofs sind auf der an-dern Seite die Uebel, welche die Verfertigung der-selben nach sich zieht. Die Früchte oder Samen-kerne, die mit einem Zuckergüsse kandirt wer-den sollen, werden in eine messingene Pfanne ge-than; diese Pfanne hängt an einer metallenen Kette.über einem Kohlenbecken, worin fortwährend glü-hende Kohlen seyn müssen; aus dem Hahn eines•zweyten Gefäfses, welches in einer gewissen Höheüber der messingenen Pfanne hängt, tropft derflüssig gemachte Zucker langsam auf die Früchte.Man rollt oder schüttelt diese von Zeit zu Zeit inder Pfanne herum, damit der Gufs sich besser undgleichmüfsiger anhänge. Die- Leute, welche diesesGeschäft fortwährend besorgen, leiden sehr durchdie warme Luft, die sie einathmen müssen, so wiedurch die Dünste, die aus der Messing - Pfan-ne aufsteigen und oft sind schwere Krankheiten,Kopfschmerzen, Augenübel und heftiges Stickendie Folge ihres Gewerbes. Die Verfertiger desKandiszuckers sind gleichfalls einer grofsen Hitzeausgesetzt. —

Das Ueberzuckern der Früchte schadet diesen