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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Schornsteinfeger. 233

tind zackig. Nachdem es mehr oder weniger Raumauf der Haut eingenommen hat, greift es die Fleisch-haut, (iunica dartos ) dann die Scheidenhaut . derHoden (Iunica vaginalis testis) und endlich denTcstikel selbst an, der dick und hart wird. Nonda verbreitet es sich nach oben, bis in die Höhledes Unterleibes. “ — Man hat die Meinung auf-gestellt, dafs diese Art Krebs- davon herrühre, dafsder Rufs sich in die Runzeln des Skrotums setze,und dafs beym Hinaufsteigen in die Schlüte der.Hodensack zu sehr zusammen geprofst werde. IrrFrankreich hat man wenig Beispiele von diesemLiebei. Bayle, der den krebsartigen Krankeitenein besonderes Studium gewidmet hat, weifs kei-nen einzigen solchen Fall. Im Jahr 1814 habeich im Hotel Hieu zu Paris einen Mann von elwa■40 Jahren gesehen, der offenbar an einem krebs-artigen Geschwür am Skrotum litt; er hatte seitseiner Jugend das Schlotfegerhandwerk getrieben.Her Professor Dupuytren schnitt das Geschwüraus, ohne den Tcstikel zu operiren, der noch ge-sund war. Her Kranke verlicfs nach einiger Zeitdas Hospital vollkommen hergestellt. Pott sagt,das einzige Rettungsmiltel sey, wenn man bey Zei-ten durch Ausschneiden des kranken Theils amSkrotum das weitere Umsichgreifen des Uebelsverhindere. Biese hier beschriebene Art von Krebsscheint übrigens mehr als alle andere gutartig undwird meistens vollkommen geheilt, wenn nur dieOperation bey Zeiten vorgenommen wird. — Umzu verhindern, dafs der Rufs nicht zu sehr imSchlote herumfliegt, müssen die Schornsteinfegerdie untere Oelfnung des Schlotes fest versclilie-l’scn; Leinentücher sind jedoch hierzu unzurei-chend, sie müssen vielmehr alte Tapeten dazunehmen. Häufiges Waschen des Gesichts und desganzen Körpers, Gurgeln mit Wasser und Es-sig u. s. w» bekommt, ihnen sehr gut. Vor dem-ilu.fse.rst gefährlichen Emsteigen in heifse Schlotemüssen sic sich besonders in acht nehmen. Fin-den Fall, wenn ein Schornsteinfeger mit, dem Kopiein einem allzu engen Schlote hängen bleibt, schlägt