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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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234 Krankheiten der Schornsteinfeger.

Merat vor, von oben durch den Schlot einen^trick'. herunterzulassen, damit der Verunglücktemitten Händen, die er über dem Kopfe hat, sichfysi daran fassen, und so mit Gewalt herausgezo-gen werden kann. —

Das Schorpsteintfegen in dem Ratysh«fang eines Vergolders macht eine ganzbesondere Vorsicht nothwendig; d’Arcetschlägt dagegen mehrere Präservativmittel vor, de-ren Anwendung uns schon durch die Auctorität die-ses geistvollen Arztes zur Pflicht gemacht wird.„Jeder Vergolder, sagt er, sollte stets eine rundeJacke, Beinkleider, die bis auf die Füfse- gehen,Handschuhe und eine Kappe und zwar alles diesvon dichter fest gewebter Leimvaud, vorräthig ha-ben. .Wenn er nun seinen Schlot fegen lassenwill, so mufs er zuvörderst am Morgen des dazubestimmten Tages einige Stunden den Dampf vonheifsem Wasser durch den Schlot ziehen lassen;dies bewirkt er dadurch, dafs er glühende Kohlenunter den Schlotmantel legt und solche mit hei-fsem Wasser löscht. Zum Fegen selbst mufs derVergolder einen Schornsteinfeger von gesunderConstitution wählen und zwar einen, der seinHandwerk wohl versteht. Diesen Uifst er seineKleider ausziehen, und giebt ihm an deren Stattden so eben erwähnten Anzug von Leinentuch, be-festigt ihm, aus besonderer Vorsicht, einen nassenSchwamm vor dem Mimde, der mittelst eines umden Kopf gezogenen Bandes gehalten wird. Sobedeckt und verwahrt kann der Schornsteinfegerbesser und ohne Sorgen sein Geschäft vollbringen.Ist er mit fegen fertig, so lafst man ihn die leine-nen Kleider wieder ablegen, sorgt dafür, dafs ersich wäscht, bevor er seine Kleider wieder anziehtund reicht ihm Speise, vorzüglich Milch, wenn erdazu Lust hat. Der Vergolder mufs hierauf so-gleich den ganzen Anzug von Leinentuch in einemgrofsen Kübel oder noch besser in flieJsendemWasser waschen lassen, sobald der SchornsteinfegerGebrauch davon gemacht hat-; dann wird er auf