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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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246 Krankheiten der Arbeiter in Sümpfen.

ganz unmittelbar dem Einflüsse des zerstörendenMiasma’* ausgesetzl, welches daselbst herrscht. Ausdem morastigen Erdboden, der durch die Arbeiteraufgerührt wird, erheben sich beständig stinkendeDünste, wodurch bösartige Wechselfieber, Rührenund Entzündungen in den Bauch-Eingeweiden ent-stehen. —

In einem mit lelmäfsig warmen Klima scheintdas Ende des Winters und der Anfang des Früh-jahrs die passendste Zeit lür solche Unternehmun-

{ ;en, als die des Auslrocknens von Sümpfen, zu seyn.’ournicr und Ilogin *) empfehlen den» Arbei-tern, welche sich dieser so nützlichen als gefähr-lichen Beschäftigung widmen, folgende Vcrhal-tungsregeln:

„Die Kleidung der Leute, welche sich zu sol-chen Arbeiten hergeben, mufs so eingerichtet seyn,dafs diese mitten unter der Feuchtigkeit, die sierings umgiebt, nicht davon leiden, sondern wannund trocken arbeiten können; ihre Beine und Fü-lse müssen mit hohen Stiefeln von wasserdichtemLeder versehen seyn und selbst noch ein Theildes Schenkels über dem Knie mufs gegen das im-mittelbare Berühren und Eindringen des Wassersgeschützt seyn. Tn einer gewissen Entfernung voneinander müssen Feuer brennen, welche den mehr-fachen Nutzen haben, die Feuchtigkeit etwas zuverringern, eine wohlthätige Bewegung in der ge-wöhnlich stagnirenden Atmosphäre zu bewirkenund zugleich zu einem bequemen Ruheplatz zudienen, wo die Arbeiter ihre Kleider trocknen undihre Mahlzeit zu sich nehmen können. Da derBoden, den sie mit der Schaufel aufrühren, fastbeständig lauligter Natur und mit bösen Dünstenschwanger ist, so sohle jeder Arbeiter ein Ricch-fläschen mit irgend einem stark riechenden toni-schen Stoffe, als Essig und andern aromatischenEssenzen, bey sich führen. Dieses Mittel wird beyweitem bessere Dienste thun, als die umständlicheVorrichtung, einem jeden Arbeiter einen feinen

*) Oictionu« des Sciences medicales, urU Murais«