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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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247
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Krankheiten der Arbeiter in Sümpfen. 247

Schwamm, der mit Essig angefeuchlet ist, überder Nase zu befestigen damit er durch denselbenhindurcJi Athem hole. Man darf mir einmal imruhigen Zustande die Probe machen und sich einsolches Ding auf das Gesicht binden, um sich ge-nügend au überzeugen, dafs es gerade zu unmög-lich ist, bey einer Arbeit, die Bewegung und Kraft-anstrengung erfordert, davon Gebrauch zu ma-chen. —■ .

Die Nahrung, w r elche diese Leute bey einer sobösen Arbeit zu sich nehmen müssen, sollte im-mer gering an Masse, aber aus den nahrhaftestenStoffen zusammengesetzt seyn; man soll ihnenWein und Branntwein, nur nicht im Uebermafs,reichen. Die Orte, wo sie Nachts der Ruhe geniefsen, müssen ausserhalb der sumpfigten Platze,und zwar so viel wie möglich an einem hoch gelege-nen luftigen Orte seyn *). Man unterhält daselbstbeständig Feuer und wacht darüber, dafs jederArbeiter, wenn er des Abends sich an diese Ortebegiebt, die Kleider, die er den Tag über getra-gen, sogleich auszieht, sie trocknen und währendder Nacht von der Luft gehörig durchziehen hifst,vorausgesetzt, dafs eben diese Luft ;m sich trockenund rem ist. Nur unter dieser Vorkehrung .kanner am andern Morgen dieselben Kleider wiederanlegen, ohne besorgen zu müssen, dafs in den-selben ein böses Miasma sich aullialte. Häufiges.Waschen mit Essig und Wasser an allen Thcilendes Körpers und die sorgfältigste ängstlichsteReinlichkeit, müssen unter solchen Umständen an-gewandt werden. Leider aber wird es hier, wiebey so vielem Andern, immer nur beym Sagen

*) Rigaud de V Isle (in s* Beobachtungen über die,böse Luft, aria cattiva der Italiener) kannte einen Mann,der seit melirern Jahren in den PontinischenSümpfen bey guter Gesundheit lebt, Kohlep undTorf brennt. Seine Verwahrungsmittel sind: wenn'die Sonne bald untergeben will, verschliefst er sich in seiueHütte (denn bey Sonnen Auf- und Untergang sind die bösenDünste am gefährlichsten) und unterhalt ein Feuer. Morgens,verläfst er die Hütte nicht zu früh und am Tage entfernt er sichwenig von seiner Kohlenhätu-, S.