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Krankheiten der Apotheker.
seine Gesundheit in Kurzem wieder her. Ein an-deres unglückliches Bcyspiel ereignete sieh in Ar-g ent an-, wo ein Apotheker Spiefsglasleber{pxyde cTantimoine sulfure) bereiten wollte andzu dem Ende die zur Präparation desselben erfor-derlichen Substanzen in einen eisernen Mörser that.Sein Laboratorium war für diese Operation zuklein; er liefs daher den Mörser in seinen Gartentragen. In dem Augenblick, wo er die Masse an-zündete und den Mörser zudecken wollte, triebein Windstofs ihm die ganze Menge Rauch, dieaus dem Mörser quoll, ins Gesicht. Er bekam so-gleich einen convulsivischen Husten, dermehrere Monate mit derselben Heftigkeit fort-dauerte ; zugleich fühlte er den brennendsten Durst,der ihn zwang, beständig zu tripken. Es kam zueinem schleichenden Fieber, der Husten liefs all-mählig nach; der Kranke wurde mager und..starb an der Lungenschwindsucht, fünfJahre nach jenem unglücklichen Ereignifs. —
Der ätzende Quocksiibersublimat (per- chlo-rure de mercure) das sublimirte versiifste Queck- \silber, ( Aqidla alba, sous-chlorure de mercure )der rothe Präcipitat, ( de/loxyde de mercure) dieSpiefsglasbutter (chlorure d'antimoine) und alle an-deren Präparate, bey -welchen die mineralischenSäuren in einen Zustand von Concenti*ation oderder äulsersten Zertheilung kommen, sind für denPharmaceuten höchst gefährlich und richten oft,aller Vorsicht ungeachtet, grofses Unheil an. —
Der Dampf von kochender Schwefelsäure, vonSalpeter- und Kochsalzsäure ( hydrochlorique ) istäufserst gefährlich. Das Einathmen eines solchenDampfes kann den Tod zur Folge haben, wenn nichtschleunige Hülfe geschafft wird. Ein besondererFall ereignete sich in dem Hause eines Apothekers,der zur Verfertigung von Aether eben rectificirteSchwefelsäure brauchte. Er nahm das Präparirenderselben des Nachts in einer Kammer vor, nebenwelcher in einem Verschlag, der nur durch schlechtzusammengefügte Bretter von dem Laboratorium ge-schieden war, zwey Personen schliefen. Der Appa-