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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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255
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Krankheiten der Apotheker. 255

Wenn die Aron-Wurzel getrocknet ist, verleirtsie diese Schärfe. —

[Die wohlriechenden Sachen schaden den Apo-thekern eben so sehr, als die stinkenden. Im Friih-

E hr hört man sie oft über heftige Kopfschmerzenagen, wenn sie, zur Bereitung von Syrup, einenAufgufs von Rosen machen; ihr ganzes Laborato-rium riecht dann stark nach Rosen, welcher Duftbey manchen Menschen Diarrhöe erzeugt.]

Es giebt, sagt Fourcroy, noch eine Mengeandere Substanzen, deren Dünste oder feine Theil-chen der Gesundheit des Apothekers sehr nach-theilig werden können. Ein genaues und umständ-liches Verzeichnifs aller schädlichen Stoffe, die inder Pharmacie verbraucht werden, würde ohneZweifel für die Apotheker von grolsem Nutzenseyn, besonders wenn dabey die Mittel angegebenwären, wie man sich dagegen schützen oder ihnenentgegen wirken kann. Diese Arbeit erfordert abereine Reihe von Beobachtungen und kann nur dannvollständig werden, wenn alle Heilmittel und Stoffeeinzeln durchgangen werden. Wir müssen uns daherauf einige Thatsachen und Angaben beschränken. —Von den Mineralien können Arsenik, Antimo-nium und die Säuren, bey den verschiedenen Zu-bereitungen und Zusammensetzungen, die man da-mit vornimmt, die schrecklichsten Zufälle hervor-bringen. Gardane erzählt in seiner Uebersetzungvon Stockhusens Schrift, dals ihm ein Fall be-kannt sey, wo durch das Pulverisircn von Kermessich eine Menge Spiefsglasstaub entwickelt und alleLeute, die in dem Laboratorium zugegen gewesenwären, den Anfang von Augenkrankheiten, vorü-bergehende Anwandlungen von Uebcikcit, Neigungzum Erbrechen und etwas Kopfweh bekommenhätten. Der Lehrjunge, der den Kermes gestofsenhatte, bekam die heftigsten Kopfschmerzen, Bren-nen in den Augen, Harnstrenge und ein sol-ches Zusammenziehen des Schlundes und derBrust, dafs er weder gehörig schlingen, nochathmen konnte. Zwey Aderlässe am Arm, eineMenge Molken und erweichende Klystire stellten