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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankh. der Pelz - und Baumwollenarb. etc. 263

Uebel, welche durch das Eindringen der leichtenKörpertheilchen, die^bey ihrer Arbeit beständigherumfliegen, in der Luftröhre und deren Neben-gängen erzeugt werden. East alle haben thränendeoder gar Triefaugen. Sie können sich vor denKörpertheilchen schützen, wenn sie sich nach derVorrichtung von Gosse einen hassen Schwammmit , Bändern auf das Gesicht binden, so dafs da-durch die Nasenspitze, der Mund und das Kinnbedeckt würden. —

Tisanen von Gersten wasser, Veilchen, Malven,Milch, überhaupt milde Nahrungsmittel sind ihnendienlich, weil die angegriffene und gereizte Lungedadurch beruhigt wird. —

Kürschner und Rauchhändler. In derEpoche des Jahres, wo sie das Pelzwerk auszu-

klopfen pflegen, um es von Staub und Motten zureinigen, bekommen sie Brustschmerzen undbeengten Athem. —

Federschmuck-Verfertiger. Ihre Krank-heiten haben zwey Hauptui'sachen:

1) an dem untern Theile der Federn hängtimmer noch etwas von animalischem und leichtverweslichem Stoffe, was beym Ausreifsen die Fe-der aus der Haut mitnimmt. Dieser animalischeStoff wird in kurzer Zeit von Würmern angefres-sen, fault und giebt einen widrigen Gestank von sich.

2) . Die kleinen Pflaumfedern lösen sich vonder Feder ab, fliegen bey jeder Bewegung dersel-ben in der Luft herum und dringen beym Ath-men der Arbeiter in deren Lunge. P atr ix *) führtein Bevspiel von einem Federschmücker an, wor-aus man die Gefahr, weiche mit, dieser Professionverbunden ist, recht deutlich sehen kann. DieserMann pflegte, wenn er arbeitete, seine Stube zuyerschliefsen, alle Oeffnangen zuzumachen undstellte noch iiberdem eine spanische Wand umsich herum, um jeden möglichen Luftzug zu ver-hindern und die Absonderung der verschiedenenFederarten recht sicher und ungestört vornehmen

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