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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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271
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Krankheiten der Wäscherinnen. 271

wenn er Schuhe und Kamaschen anzieht, welchenoch die Unannehmlichkeit haben, dafs sie feuchtbleiben, wenn man bereits nicht mehr im Wassersteht. Fürchten die Arbeiter aber, sich die Fiifsedurch Sachen, die auf dem Boden liegen können,zu beschädigen, so müssen sie sich wasserdichteFufsbedeckungen anschaffen, als z. B. Schuhe oderStiefeln von Juchtenleder. Ein Ueberzug vonWachstuch über die Kleider fhut glichfalls guteDienste, indem er dieselben vor dem Nafswerdenschützt. —

Klüftige Fleischspeisen bekommen diesen Leu-ten. gut; können sie aber diese nicht immer ha-ben, so müssen sie sich an Kresse, Heftig, dieLaucharten, Knoblauch und andere starke Sachenhalten. Mäfsig genossenen Wein, starkes Bier,auch etwas Branntwein ist ihnen heilsam, um dieThätigkcit der Organe zu erwecken und sie ge-gen die durchdringende Nässe zu stärken. —

Krankheiten der Wäscherinnen.

[Ich habe selbst häufig Gelegenheit gehabt, dieverschiedenen Krankheiten der Wäscherinnen zubeobachten. Die Feuchtigkeit, in der diese Wei-ber sich beständig aufhalten und Füfse und Händefast immerfort in der Nässe haben, macht sie inkurzer Zeit matt und kraftlos. Oft, wenn sie auchalt wurden, sterben sie an der Wassersucht. Einesihrer Fla uptleiden rührt von Unordnung in der Men-struation her. Wenn diese nicht gnhörig im Gangeist, so bekommen sie eine Menge übler Zufälle,über die man sich gar nicht wundern darf, wennman nur daran denkt, welche schädliche Wirkungschon da/s blofse Waschen der Füfse mit kaltemWasser, oder ein unvorsichtiges Herumlaufen mitblofsen Fiifsen, auf die weiblichen Umstände machtund oft plötzliche Stockung des monatlichen Flus-ses veranlafst. Wie viel mehr müssen die Wäsche-rinnen an den daraus entspringenden Liebeln lei-den, da ihre Beschäftigung sie täglich zu solchenUnvorsichtigkeiten zwingt. Auch unterdrückte