£70 Krankh. welche düi’ch Feuchtigkeit entstehen.
bekommen und müssen sich entfernen, wenn dasCompositionswasser bereitet wird. Das Einweichender Felle in dieses Wasser und die Arbeit mit demEachbogen, muJ’s immer in freyer Luft vorgenom-men werden; übrigens müssen sie das Gesicht miteinem durchsichtigen Zeuge, oder Mund und Nasemit einem feuchten Schwamm bedecken. Das si-cherste Präservativ bleibt jedoch immer die Er-richtung eines Rauchfanges mit einem d’Arcet’schenZiehofen in der Werkstätte und eines Ventilatorsin einem Fenster derselben. Vor dem Essen solltesich jeder Hutmacher regelinäfsig Hände und Ge-sicht waschen; seine Nahrung aber sollte aus Milchund. gelinden Speisen bestehen. Wein und Brannt-rvein, den diese Leute so oft und meistens im Ueber-mafs trinken, ist ihnen schädlich und kann leichtEntzündungen des Darmkanals zur Folge haben. —
Z w e y t e C l a s s c.
Krankheiten, welche durch Feuchtigkeitentstehen.
Unter dieser Glasse sind die Krankheiten derWäscherinnen, Badewärter, Fischer etc.begriffen. Diese Leute leben beständig in einerfeuchten Atmosphäre; die hierdurch häufig unter-drückte Ausdünstung der Haut, veranlafst Katarrhe,Bfustfliisse, Koliken, Wechselfieber und Rheuma-tismen. — Wenn sie von den nassen Orten, wosie geai'beitet haben, nach Hause kommen, müssensie ihre durchnäfsten Kleider sogleich ablegen undnicht eher wieder anziehen, bis diese ganz trockensind, sie selbst aber müssen sich an eurem lodern-den Feuer wannen und die Ausdünstung der Hautwieder hervorzubringen suchen. —
Wer einmal bey der Arbeit im Wasser ste-hen nnifs, thut besser, wenn er baarfufs und ohneBedeckung ; der Unterschenkel es verrichtet, als