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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Wäscherinnen. 273

freye Luft bringen. Durch anhaltendes Froitirenam ganzen Leibe und Aderlässen am Arme wur-den beyde Personen wieder ins Leben zurückge-bracht. Schon am Abend hatten sie ihr volles Be-wulstscyn wieder. Sie wurden vollkommen her-gestellt und der Vorfall hatte weiter keine nach-theiligen Folgen auf ihre Gesundheit.

Die Lauge ist so scharf, dafs die Wäscherin-nen davon wunde, aufgesprungene Hunde,ja oft solche Ritzen daran bekommen, dafs Ent-zündung und Fieber hinzu tritt. . Viele Wäsche-rinnen haben die ganzen Hände voll Schwielen;die Finger sind halb eingebogen, so dals sie die-selben weder ausstrecken, noch überhaupt gebrau-chen können. Ernsthafte Uebel können sie siebaber durch schmuzige Wäsche zuziehen, welchevon Kranken getragen oder gebraucht wurde. DieH cm (kn und das Leinenzeug, welches 1 mitSclimuz aller Art angefüllt, mit krätzigemoder venerischem Eiter, oder mit Blut vonder weiblichen Reinigung befleckt ist, giebteinen widrigen Gestank von sich. Durchsolche bösartige Stoffe von ansteckenden Krank-heiten, die sich oft; lange in dem Leinenzeug auf-'halten, in welchem Kranke gedünstet haben, kön-nen diese Weiber selbst Unglücklich gemacht wur-den; und in dieser Hinsicht ist das Handwerk derWäscherinnen eines der unangenehmsten und gefähr-lichsten. Es ist zwar neuerer Zeit darge-than worden, dafs jenes ZerstörendeMiasma durch Wasser aufgelöset und.vernichtet wird; dennoch möchte cs von.Nutzen scyn, die schwarze Wäsche sol-cher Kranken, die mit. irgend einer fan-lichten oder ansteckenden Krankheit be-haftet sind, in keinem Falle zu der Wä-sche von gesunden Personen zu bringenund mit dieser zugleich zu waschen. EinBeweis, dafs diese Vorsichtsmafsregel keineswegsuwnöthig ist, liegt unten andern darin, dafs (jieLauge (wie die Wäscherinnen recht wohl wissen)von solcher Wäsche, die mit venerischem Eiter,

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