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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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281
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Krankheiten der Gärtner , Reifshauer etc, 281

Krankheiten der Gärtner, Relishauer und an,-derer Leute, welche auf feuchtem odersumpfigtem Boden arbeiten.

Der Gärtner hat in der Regel ein mühsa-mes Leben. Er mufs viel arbeiten unjj| ist (labeyjedem Wechsel der Witterung ausgesetzt. Der •beständige Aufenthalt in seinen feuchten Gärtenverursacht ihm Kolik, Rheumatismen und Hüft-weh. P. Zacchias bemerkt; die Gärtner würdenoft cachectisch, ja bekämen sogar häufig die Was-sersucht. Alan hat die Beobachtung gemacht, dafsdas Bein, mit welchem der Gärtner den Spatentritt, in der Regel an Umfang stärker ist, als dasandere und dafs sich häufig Pulsadergoschwülstean demselben oinfinden. —

Beschäftigt sich der Gärtner zugleich mit demAustrocknen eines Sumpfes, um ihn zu einemGarten umzuschaffen, *) .so wird er leicht vonWcchselfiebern und einei^ähmeaaSSsfcÄds*- in denBeinen befallen. „Ich habe den eignen Fall er-lebt, sagtRamazzini, dafs ein solcher Gärtner, der aufSumpfboden gearbeitet hatte und in Folge dieser Be-schäftigung die Gicht bekam, eines seiner Beine durch-aus nichtbewegenkonnte, während es doch das Gefühlnichtverlorenhatte; an dem andern Bein hingegen wardas Gefühl gänzlich verloren, er konnte es aberbewegen, wie er wollte. Decocte von Franzosen-holz und einige andere zweckmäßige Alittel ver-schafften ihm nach einigen Jahren seine Gesund-heit wieder . u —

Die Bebauer der Reifsfelder müsseneinen grofsen Theil des Jahres die Füfsc bey derArbeit im stehenden Wasser haben. Diese Leutesehen bleich aus, bekommen oft Haut-Wassersuchtund Stockungen in den Eingeweiden. Selten wur-den sie älter, als vierzig oder fünfzig Jahre. **) —■

*) In Frankreich nennt man diese Leute Maraichers,

**) Wie sehr der Anbau des RoiTses wegen derüabey ilöthigeu Bewässerung, Fieber und U n g e s n n dh c i tder Bewohner s o 1 c h e r Gegenden nach sich zieht,