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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der /Athleten.

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nicht an Gelegenheit, Krankheiten der Wettkäm-pfer zu behandeln. Die gewöhnlichen Hebel, wel-che sich als Folge dieser Beschäftigung zeigten,waren Apoplexien, Ohnmächten, Stickflufs, Zerrei-fsen der Gefäfse in der Brust, häufige plötzlicheTodesfälle, deren Hauptursache gemeiniglich in derAusdehnung der Gefäfse durch eine allzugrofse!Menge Blut lag. Dieser Fall ereignete sich bey denAthleten um so öfterer, da sie die üble Gewohnheithatten, nach einer langen Unthätigkeit und mei-stens unmittelbar nach einem reichlichen, Ja schwel-gerischen Mahle den Kampf oder das Bingen zubeginnen. Es ist weit gefährlicher, sagt Iiippo-k rat es,*) vom Essen an die Arbeit, als von derArbeit zum Essen zu gehen. —■

Der Vater der Arzneykunde berichtet uns fer-ner in seiner Geschichte des Fechters Bians,wie unmäfsig die Athleten in Hinsicht des Essenswaren. Er drückt sich in diesen Worten aus: **)„Bians, der Ringkämpfer, von Natur ein starkerEsser, verfiel in eine Gallen-Krankheit, so dafser nach unten und oben Galle von sich gab; eineFolge des iibermäfsigen Genusses von Fleisch, be-sonders von Schweinefleisch, stark riechendemWein,Kuchen und Konfect mit Honig, Gurken, Melonen,Milch und frisch am Feuer geröstetem Mehl. Sol-che Spei Isen genossen die Athleten, um recht starkzu werden. “ Aristo tu s ***) wirft ihnen vor, dafsin ihren Körperformen gar kein rechtes Verhält-nifs gewesen sey, weil sie die verschiedenen Nah-rungsmittel, welche sie zu sich nahmen, nicht ge-hörig einzut.heilen verstanden. Plato****) nanntesie mit Recht verschlafen, träge und dem Schwin-del unterworfen.

Auch Galen erwähnt der Athleten und ihrerKunst an verschiedenen Stellen seiner Werke. *****)Er hatte sich selbst überzeugt, wie nachtheilig sie

*) Da Rat. riet, in art. n, 24.

**) 5. Epid,, n. 27.

***) De Genes, anim, cap. 3. et 8.

***') 3. De Rep.

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