Buch 
Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
Entstehung
Seite
300
JPEG-Download
 

300 Krankheiten der ^thleten,

Alle diese Leute sollten stets darauf bedachtscyn, ihre Kräfte nie ganz zu erschöpfen; aus die-sem Grunde sollten sie von Zeit zu Zeit ihre Ar-beit unterbrechen, um die Muskeln wieder ausru-hen zu lassen. Oft wollen sie rp.it ihrer Starkeprahlen und ziehen sich dadurch gefährliche Ucbelzu. Das Tragen eines Gürtels ist ihnen sehr zuempfehlen; die Muskelfasern w r erden dadurch un-terstützt und das Ermatten verhindert oder wenig-stens verzögert. —

Rind- und Schweinefleisch, Rockenbrod, über-haupt Nahrungsmittel, welche die Verdauungs-werkzeuge gehörig in Bewegung setzen, bekom-men dem Lastarbeiter gut und stärken ihn gegendie Strapatzen; wogegen leichte Speisen ihm nichtgenügsame Kräfte geben würden, —-

Krankheiten der Athleten,

[Die Zeit, welche in der Umwälzung der Be-

f ebenheiten so viele alte Gewohnheiten zerstörtat, bedeckt mit ihren Trümmern auch die Schau- ispiele der Athleten und Gladiatoren, die man Spielenannte, als ob das Handwerk, Menschen' hinzu-schlachten, ein Spiel für’s Volk gewesen. Obwohldiese längst verflossen, so halte ich es doch fürnützlich, hier ein Wort von den Athleten und ih-ren Krankheiten einzuschalten, nur um zu zeigen,wie sorgfältig und weise die Aerzte der Alten beyder Beobachtung und Heilung von Krankheitenbey diesem Stande zu Werke giengen. —*

Die Menge- von öffentlichen Spielen bey denAlten brachte auch eine grofse Zahl Ringer undAthleten mit sich. Diese Uebungen geschahen kei- jneswegs blos von Sklaven; auch freygeborne Söhne, )selbst aus edlen Geschlechtern, trieben diese Kunst ;und hatten zu deren Erlernung eigene Meister. Es !fehlte daher den Aerzten jener verflossenen Zeiten j

October 1808, fünf Tausend drey Hundert sieben und achtzigKranke, worunter nur sieben Hundert und sechzig weibliche«Geschlechts. (Friedlander.)'•