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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankh. d. Feldarb ., Tagelöhn. u. Winzer. 327

Verliert die Fälligkeit, sich gerade zu richten undmühsam verrichten die Glieder die nötliigsten Be-wegungen. Glücklich bey alle diesen liebeln istder arme Dorfbewohner noch zu nennen, ' wennnicht andere Ursachen noch hinzukommen, die sei-nen. Untergang beschleunigen; wenn seine Woh-nung nicht feucht und ungesund ist, nicht in kel-lerähnlichen Gewölben noch ein Sammelplatz vonstehendem Wasser, das aus nahen Pfützen undMisten:da,zusainmenllielst; wenn diese Wohnung,die. der .i£ahn der Zeit benagt, nicht dem'‘kaltenlleii'upnd Stürmen offen sieht; und sie

besser noch, als jene, welche undurchdringlich fürjede fipische Luft, deren niedrige Thür#-fast, dieeinzige Oeffnung einer Hütte ist, in welcher ganzeFamilien, auf einander gehäuft, mtr verdorbeneLuft einathmen und wo der Funke, einer an-steckenden Seuche nicht eher, als mit dem Todedes letzten Mitglieds, verlischt l u —

[Die Fcidarbeiter bekommen leicht Seitenste-chen, Lungenentzündungen, Astlima, Kolik, Roth-. lauf, Augenkrankheiten, Halsbräune und Rheuma-tismen, Krankheiten, welche durch die Einwirkungder Luft und die schlechte Nahrung veraftlafstwerden. Auf dem Felde, wo sie arbeiten, -'ghftlpsie

? "edem Wechsel der Witterung, dem Siid- Wie demNordwinde, ausgesetzt ; sie müssen den RegelndenMorgenthau, wie die Sonnenhitze ertragen'; bald inSchweifs gebadet, bald von Kalte geschüttelt:, müs-sen sie am Ende, selbst bey der besten Constitu-tion, einem zu heftigen Wechsel unterliegen. Diegroben, zähen Speisen, welche diese Leute zu sichzu nehmen pflegen, hinterlassen in den ersten Wegeneine unverdaute Masse, welche leicht Entzündungder Eingewcido zur Folge haben kann. —

Die Krankheiten dieser Leute sind verschiedenje nach den verschiedenen Arbeiten auf dem Felde,und der Beschaffenheit des Landes und der Jahrs-zeit. , .Winter und im Anfang des, Frühjahrsfinden sich am häufigsten Brus tentzündun-gen,. (xA,p,ge,nfHisse und Halsbräune beyden Feldarbcilcrn. Wenn mau ihnen bey sol-