Iirankh. d. FeldarbTaglöhn. u. Winzer. 829
der dann alle Hauser erfüllt, wirklich der Gesund-heit schaden kann. — . -.
Her Mangel an Sorgfalt bey den Feldivrbei-tcrn auf ihre Wohnungen, trägt nicht wenige dazubey, ihre Gesundheit zu zerstören. So haben siezum Bcyspiel die üble Gewohnheit, den Mist zumHiingen vor den Ställen, i» selbst vor ihren Häu-sern, die eher Schweinslällen ähnlich sehen, anzu-häufen und den ganzen Sommer hindurch da lie-gen zu lassen, als ob es ein wahrer Genufs für siewäre. Die stinkenden Ausdünstungen, welche inMenge aus diesen Misthaufen envporsteigeu, müs-sen natürlich die Luft verpesten.] —
Die Bewohner der Ebenen, die, welche anfeuchten, niedrigen oder sumpfigteM Gegenden, oderin der Nähe von Teichen wohnen,''sind den Wcch-selfiebern sehr ausgesetzt, h Eben dies gilt von denReisbauern; ■ der Reis wächst nämlich um Bestehauf sumpfigem Boden. —
Man findet bey Feldarbeitem häufig Bruch-schäden; eine Folge der grolsen Anstrengungen,die sie oft beym Heben schwerer Lasten machenmüssen. —
Diejenigen, welche im Erdboden selbst arbei-ten, daher sich beständig bücken müssen, werden,w enn sie ein gewisses Alter erreichen, ganz krumm.Man sieht bey den Landleuten eine Menge Greise,welche ganz zusammengebückt einher gehen undganz aufser Stand sind, noch irgend eine körper-liche Arbeit zu verrichten. Die Hände der Arbei-ter, welche Hacke und Spaten und dergleichenWerkzeug zur Feldarbeit zu handhaben pflegen,werden nach und nach ganz hart; ihre Finger sindzusammengebogen und lassen sich gar nicht, odernur mit der gröbsten Mühe gerade biegen. —
Die Winzer können leicht,, beyin Trauben-keltern, durch das kohlensaure Gas, welches sichVon den gähnenden Trauben entwickelt, betäubt,ja sogar ohnmächtig werden. Wir haben dieserZufälle schon bey dem Artikel „Wcinkelterer“erwähnt. —