336 Kränkh. d. Pflasterer u. d. Arbeit, an T,Füllen .
dies, eile' et sein Tagwerk, beginnt und ifst dazuetwas Brod; hierdurch bleibt das stärkende Ge-tränk langer im Magen, indem es sich mit demBrodc Vermischt, ohne doch dieses Organ zu hef-tig anzugreifen. Unausbleiblich hat dies die vor-zügliche Wirkung, entweder die Fieber in der un-gesunden Jahreszeit ganz zu verhüten oder sie dochweniger bösartig zu machen, die Dauer der Krank-heit abzukürzen und die Kur zu erleichtern. —
Im Fall dafs solche Fieber dennoch auszubre-chen drohen, mufis man jedem Arbeiter eine Por-tion China-Wein geben. Diesen bereitet man auffolgende Weise: Man stellt guten Wein ihit Chi-narinde an; in eine Pinte Wein thut man eine hälfeUnze grob geslofsene graue Chinarinde und läfstes drey Tage darin ziehen. —.
Die hier angegebenen Regeln für die Gesund-heit der Schnitter sind aus einer Vorschrift gezo-gen, welche der Gesundheitsrath zu Paris im Jahr1817 bekannt gemacht hat. .—
Krankheiten der Pflasterer und der Arbeiter
an Wällen. '
Diese Leute müssen ihren Körper beständig ^zur Erde ■ riiederbeügc'n; ihr Rücken wird davonganz gekrümmt; sid.sind jedem Wechsel der Wit-terung ausgesetzt Und dabey meistens elend bc- ,kleidet. Man findet daher häufig bey ihnen Rheu-matismen und katarrhalische Flüsse. —
Das Wasser welches sich zwischen denPflastersteinen aufhält, giebt oft einen soungesunden Geruch von sich, dafs Arbeiterbeym Aufheben eines Steines ohnmächtigdavon werden können. Man hat schon meh-rere Bey spiele hiervon. Diejenigen, welche mitder Handramme arbeitet!; (einem runden Stö-fsel von H(^lz, welcher am .unjerp Ende mit Eisenbescldagen ist, um damit das Pilaster fest zu stam-pfen), müssen ihre Arme heilig an^lrengeu und inbeständiger Bewegung haben. —